Temp Track
Normalerweise entstehen Score und / oder Soundtrack wenn der Film bereits fertig gestellt worden ist. Regisseur und Komponist gehen den Rohschnitt durch und diskutieren welche Szene untermalt werden soll und wie sie sich anhören sollte. Manche Regisseure wünschen jedoch vorher bereits eine musikalische Unterlegung. Dafür werden bereits existierende Musikstücke in den Rohschnitt integriert - die sogenannten Temp Tracks.
Cutter und Regisseur können verschiedene Musik / Bildkombinationen sowie Schnitttempi kostensparender und risikoloser testen, als wenn für jede Möglichkeit erst Musik in Auftrag gegeben wird. Der Regisseur kann sich einen Eindruck von der emotionalen Wirkung des späteren Films verschaffen. Auf diese Weise kann der Regisseur außerdem dem Komponisten seine Vorstellungen besser erläutern.
Die Gefahr bei dieser Methode ist, dass der Komponist stark von den Temp Tracks beeinflusst wird. Er soll sich an ihnen anlehnen, sie jedoch nicht plagiieren. Dadurch wird seine Kreativität eingeengt.
Ein Beispiel wäre John Williams Holiday Flight aus Kevin Allein zu Hause:
Credits: : ChuckMcKnightDotCom
bei näherem Hinhören erkennt man gleich den Russischen Tanz aus dem Nussknacker von Tschaikowski:
Credits: hfann
Allerdings fügt sich Williams nur in eine lange Reihe illustrer Komponisten wie John Debney, John Ottman, Marco Beltrami, Joseph LoDuca, Grame Revell mit ein. Eine ausführliche Analyse von Luke Goljan findet ihr hier:
1. Teil, 2. Teil und 3. Teil.
Es gibt Filmfans, die sich einen Sport daraus machen, Temp Tracks zu entdecken.
Es kann auch passieren, dass dem Regisseur die Temp Tracks so gut gefallen, dass auf einen individuellen Score verzichtet wird. So geschehen bei 2001: Odyssee im Weltraum für den ursprünglich Alex North engagiert war. Stanley Kubrick verwendete jedoch ein Potpourri von György Ligeti, Richard Strauss und Aram Chatschaturjan.
Hier die Schlussszene mit Also sprach Zarathustra von Strauss:
Credits: hawkbad360
Quellen:
Wikipediaeintrag
Scorepedia
Cutter und Regisseur können verschiedene Musik / Bildkombinationen sowie Schnitttempi kostensparender und risikoloser testen, als wenn für jede Möglichkeit erst Musik in Auftrag gegeben wird. Der Regisseur kann sich einen Eindruck von der emotionalen Wirkung des späteren Films verschaffen. Auf diese Weise kann der Regisseur außerdem dem Komponisten seine Vorstellungen besser erläutern.
Die Gefahr bei dieser Methode ist, dass der Komponist stark von den Temp Tracks beeinflusst wird. Er soll sich an ihnen anlehnen, sie jedoch nicht plagiieren. Dadurch wird seine Kreativität eingeengt.
Ein Beispiel wäre John Williams Holiday Flight aus Kevin Allein zu Hause:
Credits: : ChuckMcKnightDotCom
bei näherem Hinhören erkennt man gleich den Russischen Tanz aus dem Nussknacker von Tschaikowski:
Credits: hfann
Allerdings fügt sich Williams nur in eine lange Reihe illustrer Komponisten wie John Debney, John Ottman, Marco Beltrami, Joseph LoDuca, Grame Revell mit ein. Eine ausführliche Analyse von Luke Goljan findet ihr hier:
1. Teil, 2. Teil und 3. Teil.
Es gibt Filmfans, die sich einen Sport daraus machen, Temp Tracks zu entdecken.
Es kann auch passieren, dass dem Regisseur die Temp Tracks so gut gefallen, dass auf einen individuellen Score verzichtet wird. So geschehen bei 2001: Odyssee im Weltraum für den ursprünglich Alex North engagiert war. Stanley Kubrick verwendete jedoch ein Potpourri von György Ligeti, Richard Strauss und Aram Chatschaturjan.
Hier die Schlussszene mit Also sprach Zarathustra von Strauss:
Credits: hawkbad360
Quellen:
Wikipediaeintrag
Scorepedia
derwahnsinnhateinennamen - 11. Okt, 00:05


