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Cds

Freitag, 20. November 2009

Epischer Postrock

Russian Circle spielen instrumentalen Postrock. Gitarre, Schlagzeug und Bass stehen gleichberechtigt nebeneinander. Bei ihrem neuen Album Geneva gelingt es ihnen die Metal Gemeinde mit zu nehmen und doch in ruhigere Gefilde ab zu tauchen. An manchen Stellen wirkt das Album ein wenig zu sehr durch kalkuliert, zu glatt produziert, allerdings eine Schwäche, die ich verzeihen kann.

Nach dem noch etwas verhaltenen Metal Opener Fathom startet der Titeltrack mit epischen Gitarren und einem fast schon bösartigen Bass durch. Die Spannung entlädt sich erst im ausklingen Drumsolo.

Melee nimmt erst einmal gekonnt das Tempo heraus und schwankt mit den Violinen zwischen Kitsch und Hitchcock bevor es nach dem sanften Mittelteil sich in ein Crescendo mit Noisewällen steigert.

Hexed All bietet als Ballade den Schimmer Zuversicht, das die Welt gut und das Leben gerecht ist - gleichzeitig lässt es den Hörer eine Verschnaufpause vor der Dramatik der zweiten Albumhälfte. Zwar an sich der schwächste Song für den Spannungsbogen allerdings durchaus wichtig.

Anschließend wird mit Malko in etwas schwermütigem Hardrock eine Dissonanz eingeschmuggelt, die sich zu Midtempo Noise steigert. Nicht ganz neu, aber immer gern gehört bildet es den Auftakt zu den beiden epischen Schlusspunkten des Albums When The Mountain Comes To Muhammad und Philos.

Tracklist

1. Fathom
2. Geneva
3. Melee
4. Hexed All
5. Malko
6. When The Mountain Comes To Muhammad
7. Philos



Falls ihr Lust habt, Geneva komplett anzuhören - der Stream.

Russian Circle
Geneva
Suicide Squeeze (Cargo Records)
46 min.
13,95 €

Montag, 16. November 2009

Twilight Sad

Ich gestehe, ich habe den Unterschied zwischen Shoegaze und Noiserock nie verstanden. Eins weiß ich aber sicher, wenn The Twilight Sad mir vertrauensvoll mit schottischem Akzent Forget The Night Ahead zwischen Soundwällen zu raunen, bin ich versucht noch mal schnell unters Bett zu linsen - oder auf den Kleiderschrank ... The Twilight Sad gelingt es mit ihrem zweiten Album eine zu tiefst beunruhigende Atmosphäre zu schaffen. Die Welt ist beunruhigend, schlecht und der Ausgang aller Dinge ungewiss, aber möglicherweise ist im Dämmerlicht ein wenig Hoffnung?

Reflection Of The Television

Es fängt langsam an, bis die Soundwälle sich um den Bass auftürmen und die Stimme von Sänger James Graham fast zur Seite drückt... Toller Opener.



Credits: TheWikiChart

I Became A Prostitute

Hier entlädt sich die Spannung des Openers in einer einer kleinen Hymne. Eine unverschämt eingängige Melodie hat sich da in die sperrigen Sounds eingeschlichen. Zurecht die erste Single.



Credits: Fatcatrecords

Seven Years Of Letters

Liebeskummer, schwankt zwischen Pop und Noise. Kann aber keine neuen Akzente setzten.

Made To Disappear

Obwohl der Song nur einen kleinen Schritt weiter geht, als sein Vorgänger offenbart er mit seiner sperrigen Anmut eine unglaubliche Schönheit, der man sich kaum verschließen kann.



Credits: FairyBrownie6

Scissors

unnötig

Room

Ein blechernes, monotones Klavierriff, das in den wabernden Gitarren Halt gibt, während sich um einen herum die Wände langsam auf einen zu bewegen. Gruselig, aber toll.



Credits: teenieweenieboppie

That Birthday Present

Schöner Postrock mit viel Aggression.

Floorbeards Under The Bed

Eher ein Interlude, oder eine Bestärkung als ein eigenständiger Song.

Interrupted

Netter Song, allerdings wenig originell.

Neighbours Can't Belive

Großartiger Song.

At The Burnside

Eintauchen in eine Geräuschsinfonie, ein toller Schlusspunkt.

Ein Album für dunkle Tage, gruselige Nächte, für Liebeskummer, Selbstmitleid und Schrecken, das einem verdeutlicht, das wahre Schönheit selten auf den ersten Blick zu sehen ist. Ein Katalysator für ungeahnte Gefühle, der befreit. Forget The Night Ahead mag nicht ganz an das umjubelte Debüt heran reichen. Es fehlen die Zwischentöne und an mehreren Stellen wiederholt sich die Band. Alles in Allem aber ein wunderbar abgestimmtes Album für die Liebhaber dieser Genre.

Tracklist

1. Reflection Of The Television
2. I Became A Prostitute
3. Seven Years Of Letters
4. Made To Disappear
5. Scissors [Instrumental]
6. Room
7. That Birthday Present
8. Floorboards Under The Bed
9. Interrupted
10. Neighbours Can’t Breathe
11. At The Burnside

The Twilight Sad
Forget The Night Ahead
Fatcat (rough trade)
ca. 50 min.


Donnerstag, 12. November 2009

Oceansize

Oceansize neigen dazu, sich mit jedem Longplayer neu zu erfinden. Auch bei diesem Shortplayer - einer EP von knapp 30 min. Spielzeit - haben sie alle Lorbeeren vom Vorgänger Frames über Bord geworfen, um sich dem Experimentieren zu widmen. Das Ergebnis ist musikalisch ausgesprochen interessant. Leider hat das Album trotzdem ein entscheidendes Manko, Mike Vennart Stimme säuselt auf den meisten Songs derart uninspiriert, dass ich ihn am Liebsten schütteln würde. Lediglich auf dem Stärksten Song der EP The Strand gelingt es ihm durch seinen Gesang zu veredeln.

Legal Teens

Auch mal eine Taktik, den schlechtesten Song als Opener zu verwenden. Mit einem markantem Gesang hätte man ihn vielleicht retten können, so plätschert alles asynchron vor sich hin. Indiegeschrammel das verschrecken soll, klappt auch. Ach, und geniale Idee daraus auch die offizielle Single zu machen.



Credits: superballmusictv

Getting Where Water Cannot

Schon eine deutliche Steigerung. Die dezenten Bläser, der Rhythmus der vom Bass getragen wird, während die Drums ein Teil der Melodieführung sind, ohne den schrecklichen Refrain und mit der Hälfte des Gesangs ein klasse Song.

Monodrones

Ein fragiler Song, der sich ähnlich wie Pink Floyds Shine On Your Crazy Diamond entwickelt. Instrumental. Wunderbar atmosphärisch.

Home & Minor

Hier zündet das Experiment eigentlich erst, wenn man den Song über Kopfhörer hört. Links ist das Schlagzeug und rechts die Stimme von Mike Vennart zu hören, die Gitarren springen zwischen den beiden hin und her, mal zusammen, mal getrennt. Nur das Keyboard ist auf beide Boxen gemischt. Zwar interessant, aber wieder dieser einlullende Gesang. Es fehlt die Explosion.

Didnealand

Toller jazziger Instrumentalsong, zum Träumen und Hingeben. Wunderbar. Ach und auch hier lohnen sich Kopfhörer.

The Strand

Langsamer Songaufbau zu einem atmosphärischem Song. Traumhafte Musik, bei der sich bei jedem Hören mehr entdecken lässt (und dazu noch toll gesungen)!

Oceansize haben sich so bemüht, zu experimentieren, dass sie über die Spielereien ihr wirkliches Ziel aus den Augen gelassen haben. Sie haben mit Home & Minor ein Album für Kritiker gemacht, das den Kopf wesentlich mehr anspricht, als den Körper. Zwar sind alle Songs für sich makellos produziert, aber es fehlt ein roter Faden, ein Konzept, etwas, was die einzelnen Songs zu einem Album macht. Streicht die ersten beiden Songs, nehmt den Gesang neu auf, und es wäre trotzdem ein tolles Album geworden. Schade eigentlich. Hoffen wir, dass Mike Vennart bis dahin wieder Lust zum Singen hat.

Tracklist

1. Legal Teens
2. Getting Where Water Cannot
3. Monodrones
4. Home & Minor
5. Didnealand
6. The Strand

Oceansize
Home & Minor
32 min.
EMI
9,95 €


Freitag, 30. Oktober 2009

In This Light And On This Evening

Es ist immer komisch, wenn eine der eigenen Lieblingsbands einen Stilbruch ankündigen. Allerdings konnten die Editors kaum ein so perfektes Album wie An End Has A Start vorlegen. Immerhin hat sich der Vorgänger im Laufe der Jahre in meine Gehörgänge gefressen. Und nun das...

The Editors sind elektronischer geworden. Keyboardklangwälle türmen sich auf, weniger Joy Division mehr Depeche Mode zu Violator Zeiten oder auch ganz viel schwarz gefärbte Coldplay. In This Light And On This Evening ist ein sperriges Album, das mit jedem Hören wächst. Allerdings frage ich mich langsam, wie viele 80s Synthierevivals wir noch hören müssen - muss denn jede "Weiterentwicklung" in das Jahrzehnt der Fönwelle führen? Dank Smiths unverwechselbarer Stimme und Hang zum Pathos ist allerdings auch dieses Album unverwechselbar.

Editors

In This Light and On This Evening

Ein düsterer Opener, der von der Wiederholung lebt, immer wieder durch ein neues Element angereichert.

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Bricks and Mortar

Schneller Pop. Geht so.

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Papillon

Die erste Singleauskoppelung, schnell tanzbar mit eingängigem Keyboardhook. Ein kleines Meisterwerk.

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You Don’t Know Love

Gefällt mir sehr gut, in langsamen Schleifen in die Melancholie.

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The Big Exit

Der dunkelste Song des Albums, schräg, toll.

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The Boxer

Ein verträumter Song.

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Like Treasure

Wahrscheinlich die nächste Single, ein wenig zu süßlich, sehr geradlinig.

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Eat Raw Meat = Blood Drool

Einer der atmosphärisch dichtesten Tracks. Gefällt mir sehr gut.

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Walk the Fleet Road

Hätte auch auf dem letzten Album sein können. Over The Top und doch wunderbar.

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Bonus Material der Special Edition:

This House Is Full of Noise

Einfach großartig.


I Want a Forest

Sehr eingängiger Midtempo Song. Gefällt mir.

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My Life As A Ghost

Solide

Human

Sehr schöner Popsong

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For the Money

Guter Abschluss, aber auch verständlich, warum nur Bonus Track.

Restlos überzeugt bin ich bisher noch nicht. In This Light And On This Evening funktioniert als Konzeptalbum gut - wenn man ihm Zeit gibt. Alle Stücke haben für sich gesehen einen gewissen Ohrwurmfaktor (nach mehrmaligem Hören), in allen kann man sich verlieren und wiederfinden. Aber es fehlen diese wahnsinnssongs, die Hits, wie Racing Rats oder An End Has A Start, die ich in Endlosschleifen gehört habe. Aber, wer weiß, was ich in ein paar Monaten sage.

Tracklist

In This Light and On This Evening
Bricks and Mortar
Papillon
You Don’t Know Love
The Big Exit
The Boxer
Like Treasure
Eat Raw Meat = Blood Drool
Walk the Fleet Road
This House Is Full of Noise
I Want a Forest
My Life As A Ghost
Human
For the Money

Editors
In This Light And On This Evening
Pias Recording (Rough Trade)
ca. 66 min.
16,95 €

Dienstag, 27. Oktober 2009

Voices Of Doom

Mono Inc. schafften das mit ihrer Show was wohl das Ziel jeder supportenden Gruppe ist - ich habe bei nächster Gelegenheit ihr neues Album gekauft. Voices Of Doom ist ein reines Gothic Album, also etwas, was sich ein wenig fremd in meiner Alternative und Singer- / Songwriter geprägten Sammlung ausmacht. Trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - läuft es in letzter Zeit ständig. Es ist nicht einmal so, dass Voices Of Doom einen Originalitätspreis bekommen würde, aber es ist ein ausgesprochen stimmig konzipiertes Album.

Voices Of Doom

Voices Of Doom

Der schnelle Opener ist melodisch und gibt einen guten Überblick, was uns auf dem Album erwartet.

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Gothic Queen

Etwas ruhiger Song, der Martin Englers Stimme schön in den Vordergrund stellt, der Background Gesang ist deutlich schwächer, deshalb leichte Abzüge in der der B-Note. Riff und Melodie bleiben im Kopf - vielleicht etwas zu sehr.

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Pain

Ein Song, der erst bei mehrmaligem Hören zündet. Dann aber sehr gut für die Tanzflächen.

If I Fall

Epischer Song, der sich langsam aufbaut, erinnert an einige Powermetalbaladen. Das Duett funktioniert allerdings nicht, da die hohe Gegenpart Stimme von Katha Mia (?) in den hohen Lagen nicht genug Gegengewicht bietet.

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Forgiven

Schön verspielter Popsong.

Youtube

Flatline

Intros - ich hasse Intros

Rest In Grace

Schöner melodischer Song, ich hätte mir manchmal einen Metalschrei gewünscht. So ist er ein wenig zu glatt und fett produziert.

Trail Of Thorns

Macht als wahre Powerballade im Midtempo alles richtig. Großes Kino.

My Dear Recipe

Fordernd, dunkel, treibend.

Torture Me

Durchschnittlich, klingt wie ein Aufguss der bisherigen Songs, stört aber nicht wirklich.

Time To Go

Nett, schnell vergessen.

Anspieltipps

Voices Of Doom, Pain, Forgiven, Trail Of Thorns, My Dear Recipe

Tracklist

Voices Of Doom
Gothic Queen
Pain
If I Fall
Forgiven
Flatline
Rest In Grace
Trail Of Thorns
My Dear Recipe
Torture Me
Time To Go

Mono Inc.
Voices Of Doom
Nocut
ca. 50 min.
14,95 € bzw. 8,99 € per Download

Sonntag, 18. Oktober 2009

Children Of Bodom werden zu Archäologen

Children Of Bodom haben mit ihrem neuen Album Skeleteons In The Closet eigentlich eine Zusammenstellung ihrer wichtigsten Coverversionen heraus gegeben.

Cover Skeletons in the Closet

Das Album gibt es in einer europäischen, einer amerikanischen und einer japanischen Edition. Die Versionen unterscheiden sich allerdings lediglich in einem Track Johnny Cashs Ghostrider In The Sky fehlt auf der europäischen Version, dafür enthält sie She Is Beautiful von Andrew W. K. und Alice Coopers Bed of Nails (fehlen in den USA). Auf der japanischen Edition fehlt Somebody Put Something in My Drink von den Ramones.

Da Ghostrider In The Sky auch auf Bloodtrunk enthalten war und damit problemlos über Amazon oder I-Tunes erhältlich ist man mit der europäischen Version (17 Tracks + 1 Hidden Track) am Besten bedient. Wer bereits alle früheren CoB Alben besitzt sollte sowieso nur die wenigen neuen Versionen laden, bis auf zwei Songs wurden alle bereits früher veröffentlicht.

Metal Bands, die andere Metal Bands covern sind selten innovativ oder besonders spannend - ähnlich ergeht es Children Of Bodom. Interessant wird das Album, wenn anderen Musikstilen das Eisen-Hemd übergestreift wird. Wenn sie den Respekt vor sich und den Originalen vergessen ist Skeletons ausgesprochen kurzweilig.

Lookin’ Out My Back Door (Creedence Clearwater Revival)

Original Cover

Furioses Cover, dem man seine Countrywurzeln sogar noch anhört.

Hell Is For Children (Pat Benatar)

Original Cover

Routinierte Metal-Version, der aber der Biss fehlt.

Somebody Put Something In My Drink (Ramones)

Original Cover

Kommt nicht ans Original heran.

Mass Hypnosis (Sepultura)

Original Cover

Durch das Keyboardsolo bekommt es das Prädikat: nett, trotzdem bleibt es mir viel zu nah am Original, das deutlich aussagestärker ist.

Don´t Stop At The Top (Scorpions)

Original Cover

Nett, Metal-Stimme und Pop-Keyboards bieten einen recht netten Kontrast.

Silent Scream (Slayer)

Original Cover

Öde.

She Is Beautiful (Andrew W.K.)

Original Cover

Gibt dem doch sehr popigen Original Schwung. Super Party Song.

Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In) (Kenny Rogers)

Original Cover

Einer der besten Songs.

Bed Of Nails (Alice Cooper)

Original Cover

Solider Song.

Hellion (W.A.S.P.)

Original Cover

Härtere Version. Gefällt mir.

Aces High (Iron Maiden)

Original Cover

Nett, aber nicht aufsehenserregend.

Rebel Yell (Billy Idol)

Original Cover

Grauenhaft

No Commands (Stone)

Original Cover

öde

Antisocial (Trust)

Original Cover

Hat längst nicht den Drive vom Original.

Talk Dirty To Me (Poison)

Original Cover

klasse

War Inside My Head (Suicidal Tendencies)

Original Cover

Energiegeladene Version. Gefällt mir.

Ooops!… I Did It Again (Britney Spears)

Original Cover

Ich liebe diesen Song.

Hidden track: Waiting (King Diamond)

Original Cover

Witzig durch den Falsettgesang.

(US & japanische Version: Ghostrider In The Sky

Original Cover

Nicht schlecht, allerdings fehlt die Leichtigkeit des Originals.)

Eine im Großen und Ganzen spaßige Coverplatte mit ein paar Ausfällen. Für alle, die keine Children of Bodom Sammlung haben.

Anspieltipps:

Lookin’ Out My Back Door, Oops! ... I Did It Again, Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In)

Tracklist

01. Lookin’ Out My Back Door (Creedence Clearwater Revival)
02. Hell Is For Children (Pat Benatar)
03. Somebody Put Something In My Drink (Ramones)
04. Mass Hypnosis (Sepultura)
05. Don´t Stop At The Top (Scorpions)
06. Silent Scream (Slayer)
07. She Is Beautiful (Andrew W.K.)
08. Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In) (Kenny Rogers)
09. Bed Of Nails (Alice Cooper)
10. Hellion (W.A.S.P.)
11. Aces High (Iron Maiden)
12. Rebel Yell (Billy Idol)
13. No Commands (Stone)
14. Antisocial (Trust)
15. Talk Dirty To Me (Poison)
16. War Inside My Head (Suicidal Tendencies)
17. Ooops!… I Did It Again (Britney Spears)
+ Hidden track: Waiting (King Diamond)

Children Of Bodom
Skeletons In The Closet
Spinefarm (Universal)
18 Songs
ca. 60 min.
14,95 € bzw. 9,63 € als Download

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Hellhound Brown

Hellhound Brown habe ich das erste Mal als Ein-Mann-Vorgruppe (und Slide-Gitarrist) bei Hugo Race and the True Spirit gesehen. Auf ihrem Album What To Do treten sie allerdings wieder zu dritt auf.

Vielleicht sollte ich gleich zu Anfang anmerken, dass Hellhound Brown nicht unbedingt den originellsten Blues spielen. Ihre Songs sind eine Mischung aus Bluesrock und Psychodelic Blues. Bass und ein sparsam eingesetztes Schlagzeug geben ein loses Gerüst vor, in dem der Gitarrist seine Improvisationen austoben kann.

Nach eigener Aussage klingen Hellhound Brown wie A Scene out of a Tarantino movie allerdings erinnert mich das Album eher an eine Art Roadmovie mit viel Slide-Gitarre. Vielleicht aber sind sie auch nur auf dem Weg zu einer Kreuzung Mississippi, um dort Steve Vai zu treffen...

Anspieltipps:

Blind Man, Watch That Devil, Satisfaction

Tracklist

Bad Luck
Blind Man
What To Do?
See Through Love
Watch That Devil
Rag Doll Bad
Satisfaction
Chances


Hellhound Brown
What To Do
27 min.
8 Songs
10,00 €

Sonntag, 6. September 2009

Folk Metal

Eluveitie vermischen aus keltischen Folk und Metal mit einer Konsequenz, von der Bands wie Inextremo und Co. noch Lichtjahre entfernt sind. So sind die Einflüsse von Bands wie Dark Tranquility deutlich heraus zu hören. Ihr Release Slania / Evocation 1 erzählt einzelne Episoden aus dem Leben der Helvetier und ist eine Mischung der beiden Alben Slania und Evocation 1 (je 6 Songs).

The Arcane Dominion

Ein guter, wenn auch noch gemäßigter Einstieg, da hier die Folkelemente überwiegen. Atmosphärische Gesänge, die Melodie wird vom Dudelsack getragen während die Metalstimme lediglich ein Gleichgewicht aufbaut.



Credits: stealthhonor

Gray Sublime Archon

Nach dem Midtempobeginn wird nun aufs Tempo gedrückt. Lupenreiner Deathmetal mit epischem Refrain und Violinensolo!



Credits: KSCIAA

Bricom

Netter akustischer Song in den sparsame Kontrapunkte gesetzt wurden.



Credits: Sebhelyesarcu

Inis Mona

Einer der Highlights des Albums: Ein keltischer Klagesang wurde in den Deathmetalsong eingebunden dessen Melodie erneut der Dudelsack übernimmt.



Credits: NuclearBlastEurope

Memento

Instrumentaler Folk. Für die Dramaturgie des Albums wichtig, sonst durchschnittlich.



Credits: zammykun

Bloodstained Ground

Knüppelharter Metal mit Flöten. Geil!



Credits: meandmelol

Within The Grove

Erneut ein akustischer instrumental Song, der mir jedoch wesentlich besser gefällt.



Credits: zammykun

The Cauldron Of Renascence

Folk mit hartem Gesang. Nett.



Credits: catrindarkangel

The Somber Lay

Ziemliches Brett. Erneut durch Flöten aufgelockert. Klasse.



Credits: 43546

Omnos

Schöner Midtempo Folkmetalpop.



Credits: NuclearBlastEurope

Slanias Song

Folklastiger Metal. Sehr schön.



Credits: swordili

Voveso In Mori

Eine Ballade, die durch den mehrstimmigen Gesang wunderbar Spannung aufbaut.



Credits: Sebhelyesarcu

Slania (Acoustic Folk Medley)

...

Slania / Evocation 1 ist eine ausgesprochen spannende Mischung aus Folk und Metal geworden. Mir persönlich hat der Part aus Slania allerdings wesentlich besser gefallen, was daran liegen mag, dass die reinen Folknummern ein wenig zu gefällig klangen.

Tracklist

The Arcane Dominion
Gray Sublime Archon
Bricom
Inis Mona
Memento
Bloodstained Ground
Within The Grove
The Cauldron Of Renascence
The Somber Lay
Omnos
Slanias Song
Voveso In Mori
Slania (Acoustic Folk Medley)

Montag, 31. August 2009

Future Of The Left

Future Of The Left gehören wohl zu den erfolgreichsten Noise Bands unserer Zeit. Mit ihrem zweiten Album Travels With Myself And Another müsste es ihnen gelingen an den Erfolg des Debüts Curses anzuknüpfen. Abgedrehte Gesänge, peitschende Beats, trockene Bässe und melodiöse Gitarren machen es leicht dem Come join, come join our hopeless cause zu folgen.

Future Of The Left via Intro.de

Aming Eritrea

Der Opener beginnt langsam mit Snare-Rand um dann in einem furiosen Rocksong zu münden. Wer auch immer Rick ist, ich möchte nicht in seiner Haut stecken :-)

Youtube Link


Chin Music

Hier steht der Bass im Vordergrund, der die eigentliche Melodie vorgibt, in die die Gitarren nur etwas verspielt eingreifen. Ein sehr aggressiver Midtemposong.

Live Aufnahme

The Hope That House Built

Die offizielle Single. Ironisch und wird mit den Erwartungen der Hörer gespielt.



Credits: 4ADRecords

Throwing Bricks At Trains

Witziger Uptemposong. Fällt aber im Vergleich zum furiosen Beginn ab.

Youtube Link

I Am Civil Service

Kein wirklich schwacher Song, aber der schwächste des Album.

Youtube Link

Land Of My Formers

Hier wird der Sänger von dem Gitarrenteppich erschlagen.

Live

You Need Satan More Than He Needs You

Grandios. Erinnert mich ein wenig an Rage Against The Machine auf Extasy.

Live

That Dammed Fly

Verspielte Gitarren lockern den treibenden Rhythmus auf.

Youtube Link

Stand By Your Manatee

Verrückt, tanzbar, punkig.

Live

Yin / Post-Yin

Dadismus.

Drink Nike

Wieder übernimmt der Bass die Melodie. Die Gitarren übernehmen die Zerstörung und Untermalung des Geschehen.

Youtube Link

Lapsed Catholics

Völlig sinnlos, aber irgendwie saucool.

Tracklist

Aming Eritrea
Chin Music
The Hope That House Built
Throwing Bricks At Trains
I Am Civil Service
Land Of My Formers
You Need Satan More Than He Needs You
That Dammed Fly
Stand By Your Manatee
Yin / Post-Yin
Drink Nike
Lapsed Catholics

Future Of The Left haben ein ziemlich irres und sehr unterhaltsames Album gemacht. Es ist witzig, zynisch und voller musikalischer Tricks. Ich weiß nicht, ob man sich dieser Art von Musik nicht irgendwann mal überhört, bis dahin, ist sie aber auf jeden Fall eine Bereicherung jeder Plattensammlung. Symphony Of Destruction als Lebenskonzept.

Future Of The Left
Travels With Myself And Another
Indigo
ca. 33 min.

Dienstag, 14. Juli 2009

3 - die zweite

Das zweite 3er Album geht es nun um die wohl bekanntere Veröffentlichung 3 von den kanadischen Punkern von Billy Talent.

Billy Talent III Cover

Um es gleich vorweg zu sagen, es ist schwierig, Billy Talent 3 zu hassen, es ist aber genauso schwer, es zu lieben. Die unglaubliche Energie, die aus jeder Note von 2 strömte, wird hier lediglich in zahllosen Selbstzitaten recycelt. Nun haben sich BT ja nie durch ein abwechslungsreiches Songwriting ausgezeichnet. In diesem Bereich haben sie sich durchaus ein weiter entwickelt. Es verbleibt Midtempo-Rock, der sich gut hören lässt, ja auch einen eigenen Stil hat, jedoch Billy Talent wohl wieder in den Radiobrei einer Band wie Nickleback zurück wirft. Gezähmter Rock. Nett anzuhören.

Devil On My Shoulder

Nett.

Rusted From The Rain

Nett. Klingt wie Billy Talent mit Handbremse. Aber schöner Bass.



Credits: xMusicLegendx

Saint Veronika

Toller Song, vielseitig, obwohl das Gitarrenspiel ein ziemlich langes Devil In A Midnight Mass Zitat ist.

Tears Into Wine

Pop. Und nicht mal besonders einfallsreicher.

White Sparrows

Klingt auch eher wie ein Cover (Pins And Needles) - aber ein recht gutes.

Pocketful Of Dreams

Erinnert stark an Workers Bee. Allerdings ohne die Energie. Ein netter Rocksong.

The Dead Can't Testify

Endlich mal ein guter Song, auch wenn der Refrain ein wenig zu eingängig ist. Mit der Orgel im Hintergrund wird die Spannung gut erhöht. Der Wechsel zwischen Gesang (bzw. auch mal ein dezentes Shouting) und Gitarre gefällt mir auch recht gut.

Diamond On A Landmine

Man möchte ihnen zurufen, mal etwas zu riskieren, das hätte ein wirklich toller Song werden können...

Turn Your Back

Absolut beliebig.

Sudden Movements

Füllsong.

Definition Of Destiny

Zum Abschluss noch mal ein starker Song. Ein gelungener Schlusspunkt.

Billy Talent 3 ist ein solides Rockalbum, das jemanden, der 1 und 2 nicht kennt bestimmt sehr gut gefällt. Keiner der Songs ist ein Totalausfall - allerdings fehlt der Biss. Billy Talent sind zahm geworden. Benjamin Kowalewicz singt deutlich mehr, was dem erwachsenerem Stil der CD zu Gute kommt. Ich hoffe, 3 ist wirklich ein Übergangsalbum, auf dem Weg in einen neuen Stil. Hoffen wir, dass 4 ein wenig origineller und deutlich emotionaler ausfällt.

Tracklist

Devil On My Shoulder
Rusted From The Rain
Saint Veronika
Tears Into Wine
White Sparrows
Pocketful Of Dreams
The Dead Can't Testify
Diamond On A Landmine
Turn Your Back
Sudden Movements
Definition Of Destiny

Billy Talent
Billy Talent 3
Wmi (Warner)
ca. 43 min.
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