Der Musiker im Film
Musiker sind auch abseits von Biopics oder Musikfilmen beliebte Helden oder Randfiguren in Spielfilmen. Dabei werden oft Stereotypen transportiert. So werden sie fast immer als gesellschaftliche Randgruppe dargestellt. Negativ wird der Musiker als unstets und sonderlicher Außenseiter interpretiert, positiv als unkonventionel oder gar als auserwählt gewertet. Gerade klassische Musiker werden durch ihre Spezialisierung charakterisiert, das sich in der Fachsprache, beruflichen Ritualen (Proben, Auftritte), Werkzeug (Instrumente) äußert. Quasi als Ausgleich für großes Talent sind die Figuren oft labil oder anders psychisch auffällig.
Die häufigsten Ausprägungen von Musikerrollen sind:
Honey
Ein weiteres Klischee ist die Machtaufteilung. So haben Solisten, Dirigenten, Komponisten, Sänger oder Gitarristen Rollen, die sie als Vorreiter, ja fast schon Priester anpreisen, während Orchestermusiker, Schlagzeuger und Bassisten eher als geknechtete Gruppe bzw. als Hintergrundfiguren dienen.

Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Oft wird im Kontext einer Musikerbiografie allerdings einfach eine Coming of Age Geschichte mit den ihr üblichen Stationen erzählt. Ist die Zielgruppe Jugendliche baut er wahrscheinlich weiter am Mythos, jeder könnte, solange er nur halbwegs talentiert und gut aussehend ist, ein berühmter Star werden.
Quelle: Maas, Georg: Der Musikfilm
Die häufigsten Ausprägungen von Musikerrollen sind:
- ein Musiker erspielt sich den American Dream. Wichtig ist, dass das Publikum das Ziel ebenfalls attraktiv findet. Identifikationsfiguren sind z.B.:
- Tänzer - Honey Daniels in Honey
- Komponisten - Chopin Verliebt in Chopin
- Interpreten - Ariane Fouchécourt Das Mädchen, das die Seiten umblättert
- Rockstar - Still Crazy
- ein erfolgreicher Musiker erleidet, verdient oder unverdient, einen Karriereknick. Er ist dem Ruhm nicht gewachsen oder ein Schicksalsschlag ereilt ihn (The Harder They Come).
- der sensible und einfühlsame Musiker, der andere durch seine Musik "aufweckt" selbst aber oft an den Anforderungen seines Berufes zu zerbrechen droht (Frau meines Lebens).
- der Musiker verletzt die sozialen Normen, was ihm aufgrund seiner Begabung zugestanden wird. Beispielsweise hat er eine Affäre oder eine sozial nicht akzeptierte Beziehung.
- der Musiker muss seinen künstlerischen Anspruch, der allerdings nie so hoch ist, dass ihn das Publikum ebenfalls ablehnen könnte, zu Gunsten eines Broterwerbs zurück stellen.

Honey
Ein weiteres Klischee ist die Machtaufteilung. So haben Solisten, Dirigenten, Komponisten, Sänger oder Gitarristen Rollen, die sie als Vorreiter, ja fast schon Priester anpreisen, während Orchestermusiker, Schlagzeuger und Bassisten eher als geknechtete Gruppe bzw. als Hintergrundfiguren dienen.

Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Oft wird im Kontext einer Musikerbiografie allerdings einfach eine Coming of Age Geschichte mit den ihr üblichen Stationen erzählt. Ist die Zielgruppe Jugendliche baut er wahrscheinlich weiter am Mythos, jeder könnte, solange er nur halbwegs talentiert und gut aussehend ist, ein berühmter Star werden.
Quelle: Maas, Georg: Der Musikfilm
derwahnsinnhateinennamen - 15. Jul, 03:34



"Warum geht jeder davon aus, daß der Lead Singer für die Band spricht?" wie es so schön in Still Crazy heißt. :) Der ja ein recht reales Bild zeichnet, wie es in einer Band zugeht.
Ist die Zielgruppe Jugendliche baut er wahrscheinlich weiter am Mythos, jeder könnte, solange er nur halbwegs talentiert und gut aussehend ist, ein berühmter Star werden.
Für gewöhnlich ja, irgendwo gehört das zum Happy End doch dazu. Wobei ich da im Genre Tanzfilm Step Up 2 The Streets erwähnen möchte (ja, ich mag den Film), bei dem die Verhältnisse etwas anders liegen. So sind - klar - die beiden Hauptdarsteller gutaussehend, aber in ihrer Crew sind durchaus die Oddballs der Schule vertreten, die man als Normalo-Teenager wohl zunächst mal völlig uncool finden würde. Und berühmte Tänzer zu werden ist nicht gerade das Ziel, das sie anstreben. So zeigen sie zwar am Ende des Films, was sie draufhaben, aber da das in einem Subkultur-Wettbewerb geschieht, dürfte ihr weiterer Lebensweg davon relativ unbeeinflußt bleiben. Die Aussage des Films ist auch eher: "Sei du selbst, statt konform zu gehen" oder so was.