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Take - der musikalische Anfang und das Ende einer Szene

Takes sind die Stellen im Film, die mit Musik unterlegt sind. In einem Film sind meistens zwischen zehn und zwanzig. Wichtig ist der Beginn und das Ende eines solchen Takes, da durch den Einsatz Akzente gesetzt werden. Die Musik kann einen neuen Aspekt - unabhängig vom Gegenstand des Bildes oder der Handlung - in den Film einführen.

Das Bild, das beim Musikeinsatz gezeigt lässt den Zuschauer die Perspektive erahnen. So verdeutlicht eine Großaufnahme, dass das Take das Innenleben einer Figur illustriert. Die Länge des Takes kann bei einem Abschnitt variieren - wird sie oft über einen kompletten Sinnabschnitt gelegt (eine lange Kameraeinstellung oder eine ganze Szene) kann sie als Synkope besonders betonen. Weiches oder hartes Ein- und Ausblenden kann die Härte der Szene unterstreichen.

Einsatzmöglichkeiten für den Einsatz eines Takes sind:
  • Unmittelbar nach dem Schnitt in einen neuen Raum setzt Musik ein. Die Musik steht im Vordergrund. Der Zuschauer weiß nicht, ob die Musik real ist oder nicht.
  • Der Zuschauer kann die Quelle sehen, z.B. ein Radio oder eine Band.
  • Wenn in einem Dialog eine Wendung oder Spannung eintritt, setzt Musik ein.
  • Die Musik soll den Rapport eines Blickkontaktes oder die Chemie zwischen zwei Personen verdeutlichen. Je länger die Blicke hin und her gehen, desto intensiver wird die Musik.
  • Die Musik hebt punktuell Geräusche hervor.
  • Leise Musik wird hinter lauten Geräuschen versteckt, wenn diese ausgeblendet werden, wirkt sie expressiv, da sie Bescheidenheit oder Schüchternheit verdeutlicht.
  • Wenn Nebensächlichkeiten mit Musik in den Vordergrund geschoben wird, dann wirkt der Film wie eine Karikatur.
  • Wird Musik ohne dramaturgische "Vorwarnung" eingesetzt wird empfindet der das als negativ. Er betrachtet ihn als unsensibel und überträgt dieses Gefühl auf die Filmhandlung.
Das Ausblenden eines Takes ist noch schwieriger. Die einfachste, und etwas billige Variante ist das langsame Ausblenden der Musik, nachdem die Filmbilder emotional eingefärbt wurden. Ein intelligentere Möglichkeit ist es, die Musik in realen Geräuschen verschwinden zu lassen. Dadurch wird die innere Welt (Musik) von der äußeren Welt (Geräusche) und der Wechsel von subjektiv zu objektiv vom Zuschauer nachempfunden.

Quelle: Schneider: Handbuch Filmmusik - Musikdramaturgie im Neuen Deutschen Film

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