Aaron Copland - der Komponist mit der Faszination für Filme
Aaron Copland war einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne. Dem Film wandte er sich in den 30er Jahren zu, als Hollywood an eine Reihe seriöser Komponisten mit der Bitte um Musik heran trat. Allerdings machte Copland bald die Erfahrung, dass die Studios oft Scores veränderten oder schnitten, ohne der Intention des Komponisten Beachtung zu schenken. Trotzdem schrieb Copland gerne Scores, da er von dem damals neuen Medium und den Möglichkeiten, die es im Gegensatz zur Bühnenmusik fasziniert war.
Copland schrieb jedoch nur wenige Scores. Nach seinem Oscar für Die Erbin 1949 wurde er jedoch nicht mehr gebucht. Als Gründe führt Thomas die räumliche und ideelle Entfernung zwischen L.A. und N.Y. und damit U- und E Musik an sowie den fehlenden kommerziellen Erfolg der Produktionen, die zwar stets von den Kritikern begeistert aufgenommen wurden, jedoch an den Kinokassen keine große Beachtungen fanden.
Verschiedene Teile seiner Scores fanden später Aufnahme in seine Suit Music for Movies.
Of Mice And Men
Bereits für diese Steinbeck Adaption wurde Copland für den Oscar nominiert. Der Score ist auf verschiedenen einfachen, fast schon volkstümlichen Themen aufgebaut. Um der realistischen Verfilmung gerecht zu werden arbeitete er mit Dissonanzen und ungewöhnlichen Rhythmen.
Our Town
Eine nostalgische Rückschau auf die heile Welt vor der Bedrohung durch den sich ankündigenden Krieg stellt Our Town dar. Copland reagierte auf die Vorgaben mit einem bewusst unspektakulären Score, mit knappen sich oft wiederholenden musikalischen Floskeln, die variert werden. Rhythmische Akzente werden bewusst vermiden und statt dessen unterstreichen Streicher und Hörner das verträumte Klangbild
The Red Pony
Copland vertonte die Geschichte eines Jungen auf einer Ranch und seine Freundschaft zu einem Cowboy und seine Liebe zu einem Pferd. Der Film ist eher eine Charakterstudie mit wenig Handlung. Daher verwendete Copland erneut einfache Harmonien, volkstümlich, diatonische Meodien, jedoch keine direkten Zitate. Der Score hat einen naiven Charme, der das einfache Leben verdeutlichen soll. Die verschiedenen Themen wurden später zu einer Suite in sechs Sätzen zusammengefasst.
The Heiress
In diesem Score ordnet Copland jedem Charakter ein Leitmotiv zu, das analog zur Entwicklung sich wandelt. Der Film spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, deshalb sind die Kompositionen im Stile der Salonmusik der damaligen Zeit gehalten. Seine Titelmusik für den Film wurde später von den Produzenten entfernt. Trotzdem erhielt er den Oscar für seinen Score.
Filmografie
Part 1
Credits: nedsparks
Part 2
Credits: nedsparks
Quellen:
Thomas, Tony: Filmmusik – Die großen Filmkomponisten – ihre Kunst und ihre Technik
Permoser, Martin: Aaron Coplands Werke im Detail. In: Glanz, Christian (Hrsg.): Zeit für … Aaron Copland
Wikipediaeintrag
Copland schrieb jedoch nur wenige Scores. Nach seinem Oscar für Die Erbin 1949 wurde er jedoch nicht mehr gebucht. Als Gründe führt Thomas die räumliche und ideelle Entfernung zwischen L.A. und N.Y. und damit U- und E Musik an sowie den fehlenden kommerziellen Erfolg der Produktionen, die zwar stets von den Kritikern begeistert aufgenommen wurden, jedoch an den Kinokassen keine große Beachtungen fanden.
Verschiedene Teile seiner Scores fanden später Aufnahme in seine Suit Music for Movies.
Wichtige Scores
Of Mice And Men
Bereits für diese Steinbeck Adaption wurde Copland für den Oscar nominiert. Der Score ist auf verschiedenen einfachen, fast schon volkstümlichen Themen aufgebaut. Um der realistischen Verfilmung gerecht zu werden arbeitete er mit Dissonanzen und ungewöhnlichen Rhythmen.
Our Town
Eine nostalgische Rückschau auf die heile Welt vor der Bedrohung durch den sich ankündigenden Krieg stellt Our Town dar. Copland reagierte auf die Vorgaben mit einem bewusst unspektakulären Score, mit knappen sich oft wiederholenden musikalischen Floskeln, die variert werden. Rhythmische Akzente werden bewusst vermiden und statt dessen unterstreichen Streicher und Hörner das verträumte Klangbild
The Red Pony
Copland vertonte die Geschichte eines Jungen auf einer Ranch und seine Freundschaft zu einem Cowboy und seine Liebe zu einem Pferd. Der Film ist eher eine Charakterstudie mit wenig Handlung. Daher verwendete Copland erneut einfache Harmonien, volkstümlich, diatonische Meodien, jedoch keine direkten Zitate. Der Score hat einen naiven Charme, der das einfache Leben verdeutlichen soll. Die verschiedenen Themen wurden später zu einer Suite in sechs Sätzen zusammengefasst.
The Heiress
In diesem Score ordnet Copland jedem Charakter ein Leitmotiv zu, das analog zur Entwicklung sich wandelt. Der Film spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, deshalb sind die Kompositionen im Stile der Salonmusik der damaligen Zeit gehalten. Seine Titelmusik für den Film wurde später von den Produzenten entfernt. Trotzdem erhielt er den Oscar für seinen Score.
Filmografie
- The City
- Of Mice And Men
- Our Town
- The North Star
- The Cummington Story
- The Red Pony
- The Heiress
- Something Wild
Part 1
Credits: nedsparks
Part 2
Credits: nedsparks
Quellen:
Thomas, Tony: Filmmusik – Die großen Filmkomponisten – ihre Kunst und ihre Technik
Permoser, Martin: Aaron Coplands Werke im Detail. In: Glanz, Christian (Hrsg.): Zeit für … Aaron Copland
Wikipediaeintrag
derwahnsinnhateinennamen - 18. Jan, 00:39




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