19 Minuten
Die Nachricht des Amoklaufs verbreitet sich schnell. Ein Schüler hat in der Kleinstadt ein Blutbad angerichtet. Zehn Tote und ungezählte Verletzte. Ahnungslos begleiten wir Lacy Houghton zur Schule, um nach ihrem Sohn Peter zu fragen. Er ist der Schütze. Fortan beschreibt Jodi Picoult in nonlinearen Episoden das Leben vor und nach der Tat. Als Perspektive wählt sie nicht nur Lacy, die zwischen der Angst um ihren Sohn und der Scham, als Mutter versagt zu haben hin und her gerissen ist, sondern auch verschiedene Personen, die in die Ermittlungen, Gerichtsverhandlungen oder ähnliches in den Fall hereingezogen wurden. Hierbei rollt sich vor dem Leser die normalen Dramen auf, die an jeder Highschool auftreten.

Erneut gelingt es Picoult nach Beim Leben meiner Schwester (und einer Reihe anderer Bücher, die noch auf mich warten) ein ungewöhnliches Thema von mehreren Seiten spannend zu beleuchten. Die ständigen Demütigungen, die Peter zermürben lässt uns erahnen, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Allerdings verstehen wir auch Josie, die nicht die Kraft aufbringt, mit ihm befreundet zu sein. Als ihr Freund Matt ihr klar macht, dass eine Clique von "Stars" nur existieren kann, wenn es auch ihr Pendant, die "Looser" gibt, akzeptiert sie das Haifischbecken voller Scham. Obwohl wir ein gewisses Mitleid empfinden, ja sogar ein wenig für den Verteidiger Jordan Partei ergreifen, können wir uns aber nie vorstellen, dass Peter wirklich in die Schule, ja in ein normales Leben zurück kehrt. Weder Peter noch J. Picoult hat eine wirklich schlüssige Antwort, warum es zu diesem Massaker wirklich kam. Die verschiedenen Erklärungsansätze machen jedoch 19 Minuten wesentlich realitätsnäher und interessanter, als jeden Grisham. So werden nicht strahlende Helden in Anzügen mit begeisternden Plädoyers ins Rampenlicht geschickt, sondern Opfer - auf beiden Seiten der Anklagebank.
Jodi Picoult
Neunzehn Minuten
Pipier
480 Seiten
ISBN 978-3492050807
19,80
Podcast der Autorin:
Die Story hinter 19 Minuten

Erneut gelingt es Picoult nach Beim Leben meiner Schwester (und einer Reihe anderer Bücher, die noch auf mich warten) ein ungewöhnliches Thema von mehreren Seiten spannend zu beleuchten. Die ständigen Demütigungen, die Peter zermürben lässt uns erahnen, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Allerdings verstehen wir auch Josie, die nicht die Kraft aufbringt, mit ihm befreundet zu sein. Als ihr Freund Matt ihr klar macht, dass eine Clique von "Stars" nur existieren kann, wenn es auch ihr Pendant, die "Looser" gibt, akzeptiert sie das Haifischbecken voller Scham. Obwohl wir ein gewisses Mitleid empfinden, ja sogar ein wenig für den Verteidiger Jordan Partei ergreifen, können wir uns aber nie vorstellen, dass Peter wirklich in die Schule, ja in ein normales Leben zurück kehrt. Weder Peter noch J. Picoult hat eine wirklich schlüssige Antwort, warum es zu diesem Massaker wirklich kam. Die verschiedenen Erklärungsansätze machen jedoch 19 Minuten wesentlich realitätsnäher und interessanter, als jeden Grisham. So werden nicht strahlende Helden in Anzügen mit begeisternden Plädoyers ins Rampenlicht geschickt, sondern Opfer - auf beiden Seiten der Anklagebank.
Jodi Picoult
Neunzehn Minuten
Pipier
480 Seiten
ISBN 978-3492050807
19,80
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Die Story hinter 19 Minuten
derwahnsinnhateinennamen - 20. Jul, 00:16

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