Rätsel Nummero 119
Der Krieg ist immer unmenschlich. Wenn du Glück hast, bist du fern der Heimat. Marschierst durch die Wüste. Leidest Hunger und Durst. Fragst dich, was das mit Italien und der Madonna zu tun hat. Wenn du weniger Glück hast stehst du mit einem Gewehr zwischen dem Feind und den deinen. Wenn du versagst wird deine Liebste geschändet, deine Eltern erschlagen, deine Kinder verschleppt. Ich hatte Glück. Ich durfte mich nach der Liebsten sehnen.
Ihre Bewunderung ließ mich stets aushalten, was auch geschah. Vielleicht bist du überhaupt nur wegen einer Liebsten hier? Die Uniform lässt Mädchenherzen höher schlagen. Also bist du vor ihr her stolziert, das Gewehr im Anschlag. Links 2,3,4 rechts 2,3,4 ... Süße Küsse haben deinen Patriotismus belohnt. Und nun bist du hier.
Italien ist weit. Die Schlacht war grausam. Der Feind zu stark. Wir überlebenden wurden wie Tiere zusammengepfercht und in einen Zug nach Kairo verfrachtet. Was dort auf uns wartet? Keine Ahnung. Vermutlich das Kriegsgericht.
Am Bahnhof wittert ein Zigarettenverkäufer seine große Chance. Auch seine Augen glühen beim Betrachten der Uniform. Er tastet die goldenen Knöpfe ab, als wären sie seine Eintrittskarte ins Paradies. Er wollte meine Jacke. Ich wollte Zigaretten. Ein fairer Handel. Aber er drückte den Preis. Er bot eine Schachtel, da waren die Knöpfe mehr wert. Ich wollte zehn. Aber es war meine einzige Chance. Wer weiß, ob wir noch einmal halten würden. Im Gefängnis können dir Zigaretten das Leben retten. Außerdem können sie dir die endlose Zeit verkürzen, während du auf deinen Prozess oder den Tod oder den Austausch wartest. Sie schenken die Gelassenheit. Es komme, was kommen soll.
Er feilschte verbissen. Schuhe, Hose und Jacke für insgesamt vier Schachteln. Soviel waren ihm und uns unsere patriotische Ehre wert. Am Ende stand ein Sohn Italiens mit dunkler Hautfarbe vor uns.
Doch es waren schlechte Zeiten für italienische Soldaten in Kairo. Besonders, wenn sie Befehle missachteten. Befehle von patriotischen ägyptischen Soldaten mit Gewehren. Vier Schachteln sind ein sehr niedriger Preis für das eigene Leben.
Um welche Kurzgeschichte handelt es sich? Aus welchem Buch stammt sie? Wer ist unser Erzähler?
Ihre Bewunderung ließ mich stets aushalten, was auch geschah. Vielleicht bist du überhaupt nur wegen einer Liebsten hier? Die Uniform lässt Mädchenherzen höher schlagen. Also bist du vor ihr her stolziert, das Gewehr im Anschlag. Links 2,3,4 rechts 2,3,4 ... Süße Küsse haben deinen Patriotismus belohnt. Und nun bist du hier.
Italien ist weit. Die Schlacht war grausam. Der Feind zu stark. Wir überlebenden wurden wie Tiere zusammengepfercht und in einen Zug nach Kairo verfrachtet. Was dort auf uns wartet? Keine Ahnung. Vermutlich das Kriegsgericht.
Am Bahnhof wittert ein Zigarettenverkäufer seine große Chance. Auch seine Augen glühen beim Betrachten der Uniform. Er tastet die goldenen Knöpfe ab, als wären sie seine Eintrittskarte ins Paradies. Er wollte meine Jacke. Ich wollte Zigaretten. Ein fairer Handel. Aber er drückte den Preis. Er bot eine Schachtel, da waren die Knöpfe mehr wert. Ich wollte zehn. Aber es war meine einzige Chance. Wer weiß, ob wir noch einmal halten würden. Im Gefängnis können dir Zigaretten das Leben retten. Außerdem können sie dir die endlose Zeit verkürzen, während du auf deinen Prozess oder den Tod oder den Austausch wartest. Sie schenken die Gelassenheit. Es komme, was kommen soll.
Er feilschte verbissen. Schuhe, Hose und Jacke für insgesamt vier Schachteln. Soviel waren ihm und uns unsere patriotische Ehre wert. Am Ende stand ein Sohn Italiens mit dunkler Hautfarbe vor uns.
Doch es waren schlechte Zeiten für italienische Soldaten in Kairo. Besonders, wenn sie Befehle missachteten. Befehle von patriotischen ägyptischen Soldaten mit Gewehren. Vier Schachteln sind ein sehr niedriger Preis für das eigene Leben.
Um welche Kurzgeschichte handelt es sich? Aus welchem Buch stammt sie? Wer ist unser Erzähler?
derwahnsinnhateinennamen - 16. Mai, 00:06

Tipps Nr. 1
Er arbeitetete parallel zu seiner schriftstellerischen Tätigkeit in Kairo als Beamter. Viele seiner Kurzgeschichten und Romane spielen in dem Kairoer Elendsviertel, in denen er aufgewachsen ist.
Eins seiner Werke war wegen angeblicher Gotteslästerung lange in Ägypten verboten. Obwohl bereits 1954 geschrieben wurde er erst 2006 dort veröffentlicht. 1994 wurde unser Autor bei einem religiös motivierten Attentat schwer verletzt.