Rätsel Nummero 118
Um welches Buch handelt es sich hier? Wer ist unser Erzähler?
Ich war der erste, der erkannt hatte, dass er der geborene Führer war. Ich war auch dabei, als er das Muschelhorn fand. Sonst hätten die anderen nie auf ihn gehört. Dann wäre dieser Jack unser Anführer geworden. Die ganze Zeit lief ein permanenter Wettbewerb zwischen den beiden. Mal versteckt, mal offen. Jack, der das hohe C singen kann. Jack, der seine Privatarmee im Gleichschritt im Mantel über die Insel jagte. Jack, der für jede Schwäche nur Verachtung übrig hatte. In mir sah er leider die personifizierte Schwäche.
Ralph dagegen, war meine Rettung. Er war nicht etwa mein Freund, oh nein. Er fand mich nützlich. Nicht sympathisch, nicht interessant genug, um eine Freundschaft ins Auge zu fassen, aber nützlich genug, um sich die Namen der anderen zu merken oder um ihm mitzuteilen, was die anderen der Gruppe dachten. Er zeigte mir gleich am ersten Tag meinen Platz: ganz unten. Er verriet mich und meine größte Angst, meine Hoffnung auf eine gleichberechtigte Existenz. Verrat tut immer weh. Besonders, wenn du noch auf Freundschaft hoffst und um Zuneigung oder Kameradschaft gebettelt hast. Ich lernte, dass Vertraulichkeit völlig fehl am Platz war. Ich konnte nur hoffen, geduldet zu werden.
Ich wurde Ralphs linke Hand. Die rechte – Jack – war schwer genug zu bändigen. Am Anfang heilten sich noch alle an die Regeln. Wir waren eine Art Demokratie, mit Ralph als Präsident, Polizei und Justiz in einem. Wir hatten ihn gewählt, nun mussten wir mit seinen Entscheidungen leben. Aber alles hatte Hand und Fuß. Er hat sich des Öfteren mit mir beraten. Leider wusste Jack genau, was die andere suchten. Spannung und Spaß statt Disziplin. Seine Anhänger dürfen tun, was sie wollen, sofern sie gehorchen, wenn er etwas zu sagen hat. Sie wollen beweisen, dass sie erwachsen sind. Sie tanzen nachts halb nackt um das Feuer. Sie prahlen mit ihren Heldentaten. Sie jagen. Immer wenn sie mich ansehen, ist dieser Glanz in ihren Augen. Sie gehen auf Schweinejagd, dass hat mir Jack selbst gesagt. Bedeutungsschwanger zugeraunt, als Ralph nicht hin hörte. Ich solle lieber nicht so weit von meinem Herrchen weg laufen. Sein Messer ist geschärft. Er beobachtet mich.
Es könnte hier so schön sein. Ich habe soviel mehr Möglichkeiten, als bei meinen Eltern. Aber Jack verwandelt es in meine persönliche Hölle. Und ich weiß nicht einmal warum.
Ich war der erste, der erkannt hatte, dass er der geborene Führer war. Ich war auch dabei, als er das Muschelhorn fand. Sonst hätten die anderen nie auf ihn gehört. Dann wäre dieser Jack unser Anführer geworden. Die ganze Zeit lief ein permanenter Wettbewerb zwischen den beiden. Mal versteckt, mal offen. Jack, der das hohe C singen kann. Jack, der seine Privatarmee im Gleichschritt im Mantel über die Insel jagte. Jack, der für jede Schwäche nur Verachtung übrig hatte. In mir sah er leider die personifizierte Schwäche.
Ralph dagegen, war meine Rettung. Er war nicht etwa mein Freund, oh nein. Er fand mich nützlich. Nicht sympathisch, nicht interessant genug, um eine Freundschaft ins Auge zu fassen, aber nützlich genug, um sich die Namen der anderen zu merken oder um ihm mitzuteilen, was die anderen der Gruppe dachten. Er zeigte mir gleich am ersten Tag meinen Platz: ganz unten. Er verriet mich und meine größte Angst, meine Hoffnung auf eine gleichberechtigte Existenz. Verrat tut immer weh. Besonders, wenn du noch auf Freundschaft hoffst und um Zuneigung oder Kameradschaft gebettelt hast. Ich lernte, dass Vertraulichkeit völlig fehl am Platz war. Ich konnte nur hoffen, geduldet zu werden.
Ich wurde Ralphs linke Hand. Die rechte – Jack – war schwer genug zu bändigen. Am Anfang heilten sich noch alle an die Regeln. Wir waren eine Art Demokratie, mit Ralph als Präsident, Polizei und Justiz in einem. Wir hatten ihn gewählt, nun mussten wir mit seinen Entscheidungen leben. Aber alles hatte Hand und Fuß. Er hat sich des Öfteren mit mir beraten. Leider wusste Jack genau, was die andere suchten. Spannung und Spaß statt Disziplin. Seine Anhänger dürfen tun, was sie wollen, sofern sie gehorchen, wenn er etwas zu sagen hat. Sie wollen beweisen, dass sie erwachsen sind. Sie tanzen nachts halb nackt um das Feuer. Sie prahlen mit ihren Heldentaten. Sie jagen. Immer wenn sie mich ansehen, ist dieser Glanz in ihren Augen. Sie gehen auf Schweinejagd, dass hat mir Jack selbst gesagt. Bedeutungsschwanger zugeraunt, als Ralph nicht hin hörte. Ich solle lieber nicht so weit von meinem Herrchen weg laufen. Sein Messer ist geschärft. Er beobachtet mich.
Es könnte hier so schön sein. Ich habe soviel mehr Möglichkeiten, als bei meinen Eltern. Aber Jack verwandelt es in meine persönliche Hölle. Und ich weiß nicht einmal warum.
derwahnsinnhateinennamen - 13. Mai, 00:02

Tipps
Es handelt sich um einen britischen Schrifsteller, der in den 90ern des letzten Jahrhunderts verstarb. Unser Roman war sein erfolgreichstes (und erstes) Buch. Seine Themen sind die metaphysischen Grundlagen des Lebens, also Überleben, Schuld, Sühne und Erlösung.
In den 80er Jahren erhielt er den Literaturnobelpreis.