Rätsel Nummero 113
Ich trenne meine Zeit auf zwischen der Lebenden und der Toten. Beiden habe ich durch einen heiligen Schwur versichert, in guten wie in bösen Tagen für sie da zu sein. Die eine nahm ich aus Liebe. Die andere als Mutter für meinen Sohn. Die einzige Pflicht, die sie vernachlässigt. Dem Pfarrer stieß es wohl auf, als ich so kurz nach ihrem Tode die Lene zu mir nahm. Aber die alte Frau, die den Tobias hütete, die wurde doch nicht mit ihm fertig. Fast verbrannt ist er ihr einmal. Und ein anderes Mal fiel er von ihrem Schoße zu Boden. So ein Säugling, der ist doch ganz zart. Den darf man doch nicht fallen lassen.
Lene ist ganz anders, als die Minna. Wo Minna zart und intelligent und weich war, da ist Lene grob und herrisch und ungestüm. Sie besorgt das Haus wie keine andere. Das Wirtschaften liegt ihr genauso im Blut, wie das Bestimmen. Aber all das ertrage ich, denn des Nachts ist es ihre Leidenschaft, die mich am Leben hält. Ich habe Minna versprochen, dass ich auf ihren Sohn acht geben werde. Er ist mein Augapfel. Mein ganzer Stolz. Ich sehe ja, dass Lene nicht gut mit ihm ist. Sie sieht ihn als Last, die es zu ertragen gibt. Als Konkurrenz, um meine Liebe für sie und ihren Sohn. Dabei lasse ich ihr doch alles durch gehen. Ist das nicht ein Zeichen von Liebe? Nein, es ist ein Zeichen meiner sündigen Fleisch gewordenen Schwäche.
Nun wird die Lebende auch das letzte Refugium der Toten stören. Ich habe einen kleinen Acker bekommen, auf dem wir Kartoffeln anbauen können. Direkt an den Bahngleisen. Lene wird meine Andachten für Minna stören. Meinen Schrein werde ich verbergen müssen. Oh Minna, was auch immer ich tue, denke daran, es ist alles für Tobias.
Um welches Buch handelt es sich und wer erzählt uns diese Geschichte?
Lene ist ganz anders, als die Minna. Wo Minna zart und intelligent und weich war, da ist Lene grob und herrisch und ungestüm. Sie besorgt das Haus wie keine andere. Das Wirtschaften liegt ihr genauso im Blut, wie das Bestimmen. Aber all das ertrage ich, denn des Nachts ist es ihre Leidenschaft, die mich am Leben hält. Ich habe Minna versprochen, dass ich auf ihren Sohn acht geben werde. Er ist mein Augapfel. Mein ganzer Stolz. Ich sehe ja, dass Lene nicht gut mit ihm ist. Sie sieht ihn als Last, die es zu ertragen gibt. Als Konkurrenz, um meine Liebe für sie und ihren Sohn. Dabei lasse ich ihr doch alles durch gehen. Ist das nicht ein Zeichen von Liebe? Nein, es ist ein Zeichen meiner sündigen Fleisch gewordenen Schwäche.
Nun wird die Lebende auch das letzte Refugium der Toten stören. Ich habe einen kleinen Acker bekommen, auf dem wir Kartoffeln anbauen können. Direkt an den Bahngleisen. Lene wird meine Andachten für Minna stören. Meinen Schrein werde ich verbergen müssen. Oh Minna, was auch immer ich tue, denke daran, es ist alles für Tobias.
Um welches Buch handelt es sich und wer erzählt uns diese Geschichte?
derwahnsinnhateinennamen - 29. Apr, 00:03
