The Signal
Drei Jahre sind seit der Auflösung der Guano Apes vergangen. Ihr Aushängeschild - die Sängerin Sandra Nasic - hat mit The Signal Ende des Jahres ihre erste Solo CD heraus gebracht.

Erst mal die gute Nachricht: Sandra Nasic hat kein verkapptes Guano Apes Album abgeliefert. Das Cover lässt allerdings schon einige Rückschlüsse auf die Songs zu: Stylisch, geschminkt und auf sexy getrimmt scheint sie ihre Wurzeln meilenweit hinter sich gelassen zu haben.
Das Album ist mit ca. 45 Minuten und zwölf Songs nicht wirklich ein Longplayer. Trotzdem wäre Sandra Nasic mit einer EP wahrscheinlich besser beraten gewesen. Die einzelnen Songs sind eine Mischung aus Pop, Rock und Electro und lassen kein Albumkonzept erkennen. The Signal versucht zu viele Käufergruppen zu gefallen und scheitert damit an seinem eigenen Anspruch.
The Name Of My Baby
Credits: gafpalo
Der Opener ist eine gute Rocknummer. Eines der stärksten Stücke des Albums. Nasic ist immer dann am Besten, wenn sie aggressiv singen kann. Die Mischung aus emotionalem Gesang und Shouten beherrscht sie perfekt.
Sorry
80er Jahre Pop. Gefällig aber nicht eindringlich. Ein wenig Joy Division, ein wenig Madonna etwas Pet Shop Boys - Die Stimme wird von Keyboard und Bass ertränkt. Klingt ein wenig, als wolle sie Gwen Stefani nachahmen. Lässt sich durchaus hören, ist aber genauso schnell wieder vergessen.
Right Lane
Eingängiger Popsong mit einem etwas härteren Riff.
Fever
Netter Popsong, allerdings ist der Refrain extrem uninspiriert: Fever? Allerdings wohl schon in der Phase, in der der Patient lethargisch wird. Schade eigentlich.
Mecasanova (Yamyam)
Wenn ich mal über die lala Zeilen hinweg sehen (schon bei the name of my baby habe ich mein bestes getan, um die textlichen Füllbausteine zu ignorieren - was ist da los?) gefällt mir der Electro Track sehr gut. Experimentell, nicht so furchtbar eingängig, wie die vorigen Poptracks, gut gesungen mit einer gewissen Aggressivität und Emotionalität und dazu noch sehr gut zum Tanzen.
Do It Again
Ja, leider, noch ein Track der eher ein rockiger Füllsong ist. Gehört und schon wieder vergessen.
Stop The Crying
Die obligatorische Ballade wurde zum Glück bisher noch nicht als Single ausgekoppelt. Eine weise Entscheidung. Nett aber belanglos. Ich sage nur woawoawoa - i'm with you (das würde mich auch nicht trösten).
Old Shack
Der Song fängt wie ein guter Rock'N'Roll Track an, verflacht allerdings stark. Kann man hören, muss man aber nicht. Schade, da hätte man mehr daraus machen müssen.
Big City
Gefällt mir. Schöner Popsong - ein wenig K. Minogue, ein wenig Madonna, ein wenig Sandra Nasic.
Perfume
Gitarrenpop, nett.
The Signal
Electropop, der ein bisschen an die 80er erinnert. Allerdings denke ich, dass er noch viel interessanter wäre, wenn sie ihre eigentliche Stärke ausspielen würde. So klingt das ganze sehr gefällig und ein wenig auswechselbar.
Counting Trees
Die treibenden Beats, die Gitarre und die Keyboards gefallen mir richtig gut, allerdings ist der Refrain zum davon laufen.
Fever
Credits: sandranasic
The Signal hat viele positive Ansätze. Es deutet an, in welche Richtung Sandra Nasic sich entwickeln könnte. Große Teile des Albums verschwinden allerdings in der Belanglosigkeit. Zu wenig Risiko, zu wenig Konzept, zu wenig Begeisterung. Schade. Sandra Nasic ist eine großartige Sängerin. Immer wenn sie experimentiert oder versucht nicht ganz so radiotauglich zu singen hat das Album seinen eigenen Charm und durchaus Hitpotential. Eine CD, die es allen recht machen will wird nie langfristig erfolgreich sein.
The Signal lässt sich durchaus gut anhören. Allerdings bleiben nur wenige Songs im Gedächtnis. Ein wenig mehr Risikobereitschaft und der Mut zu mehr gefühlvollen Songs (keine Balladen, eine bereitere Palette von Gefühlen zwischen Freude und Wut) hätten dem Album gut getan. So wird es Sandra Nasic nie gelingen, aus dem Schatten der Guano Apes heraus zu treten. Schade.
Tracklist
1. The Name Of My Baby
2. Sorry
3. Right Lane
4. Fever
5. Mecasanova (Yamyam)
6. Do It Again
7. Stop The Crying
8. Old Shack
9. Big City
10. Perfume
11. The Signal
12. Counting Trees
Interview zu The Signal:
Credits: grrozza

Erst mal die gute Nachricht: Sandra Nasic hat kein verkapptes Guano Apes Album abgeliefert. Das Cover lässt allerdings schon einige Rückschlüsse auf die Songs zu: Stylisch, geschminkt und auf sexy getrimmt scheint sie ihre Wurzeln meilenweit hinter sich gelassen zu haben.
Das Album ist mit ca. 45 Minuten und zwölf Songs nicht wirklich ein Longplayer. Trotzdem wäre Sandra Nasic mit einer EP wahrscheinlich besser beraten gewesen. Die einzelnen Songs sind eine Mischung aus Pop, Rock und Electro und lassen kein Albumkonzept erkennen. The Signal versucht zu viele Käufergruppen zu gefallen und scheitert damit an seinem eigenen Anspruch.
The Name Of My Baby
Credits: gafpalo
Der Opener ist eine gute Rocknummer. Eines der stärksten Stücke des Albums. Nasic ist immer dann am Besten, wenn sie aggressiv singen kann. Die Mischung aus emotionalem Gesang und Shouten beherrscht sie perfekt.
Sorry
80er Jahre Pop. Gefällig aber nicht eindringlich. Ein wenig Joy Division, ein wenig Madonna etwas Pet Shop Boys - Die Stimme wird von Keyboard und Bass ertränkt. Klingt ein wenig, als wolle sie Gwen Stefani nachahmen. Lässt sich durchaus hören, ist aber genauso schnell wieder vergessen.
Right Lane
Eingängiger Popsong mit einem etwas härteren Riff.
Fever
Netter Popsong, allerdings ist der Refrain extrem uninspiriert: Fever? Allerdings wohl schon in der Phase, in der der Patient lethargisch wird. Schade eigentlich.
Mecasanova (Yamyam)
Wenn ich mal über die lala Zeilen hinweg sehen (schon bei the name of my baby habe ich mein bestes getan, um die textlichen Füllbausteine zu ignorieren - was ist da los?) gefällt mir der Electro Track sehr gut. Experimentell, nicht so furchtbar eingängig, wie die vorigen Poptracks, gut gesungen mit einer gewissen Aggressivität und Emotionalität und dazu noch sehr gut zum Tanzen.
Do It Again
Ja, leider, noch ein Track der eher ein rockiger Füllsong ist. Gehört und schon wieder vergessen.
Stop The Crying
Die obligatorische Ballade wurde zum Glück bisher noch nicht als Single ausgekoppelt. Eine weise Entscheidung. Nett aber belanglos. Ich sage nur woawoawoa - i'm with you (das würde mich auch nicht trösten).
Old Shack
Der Song fängt wie ein guter Rock'N'Roll Track an, verflacht allerdings stark. Kann man hören, muss man aber nicht. Schade, da hätte man mehr daraus machen müssen.
Big City
Gefällt mir. Schöner Popsong - ein wenig K. Minogue, ein wenig Madonna, ein wenig Sandra Nasic.
Perfume
Gitarrenpop, nett.
The Signal
Electropop, der ein bisschen an die 80er erinnert. Allerdings denke ich, dass er noch viel interessanter wäre, wenn sie ihre eigentliche Stärke ausspielen würde. So klingt das ganze sehr gefällig und ein wenig auswechselbar.
Counting Trees
Die treibenden Beats, die Gitarre und die Keyboards gefallen mir richtig gut, allerdings ist der Refrain zum davon laufen.
Fever
Credits: sandranasic
The Signal hat viele positive Ansätze. Es deutet an, in welche Richtung Sandra Nasic sich entwickeln könnte. Große Teile des Albums verschwinden allerdings in der Belanglosigkeit. Zu wenig Risiko, zu wenig Konzept, zu wenig Begeisterung. Schade. Sandra Nasic ist eine großartige Sängerin. Immer wenn sie experimentiert oder versucht nicht ganz so radiotauglich zu singen hat das Album seinen eigenen Charm und durchaus Hitpotential. Eine CD, die es allen recht machen will wird nie langfristig erfolgreich sein.
The Signal lässt sich durchaus gut anhören. Allerdings bleiben nur wenige Songs im Gedächtnis. Ein wenig mehr Risikobereitschaft und der Mut zu mehr gefühlvollen Songs (keine Balladen, eine bereitere Palette von Gefühlen zwischen Freude und Wut) hätten dem Album gut getan. So wird es Sandra Nasic nie gelingen, aus dem Schatten der Guano Apes heraus zu treten. Schade.
Tracklist
1. The Name Of My Baby
2. Sorry
3. Right Lane
4. Fever
5. Mecasanova (Yamyam)
6. Do It Again
7. Stop The Crying
8. Old Shack
9. Big City
10. Perfume
11. The Signal
12. Counting Trees
Interview zu The Signal:
Credits: grrozza
derwahnsinnhateinennamen - 27. Mrz, 00:02
