Wer ist Bob Dylan wirklich?
Ich gestehe, diese Frage habe ich mir vor I'm Not There überhaupt nicht gestellt. Der Film von Todd Haynes ist anders, als alle Biopics von Musikern oder Bands, die ich je gesehen habe. Haynes nähert sich der lebenden Legende Bob Dylan indem er verschiedene Facetten seiner Persönlichkeit einzelnen Charakteren zuordnet. Diese werden in einer wilden Montage durcheinandergewirbelt, nur von Dylan Songs als Kommentare zusammengehalten.

Da haben wir:
Die Hauptdarsteller interpretieren "ihre" Songs selber, so das ein breites Potpourri aus Originalsongs und Coverversionen (auch von anderen Künstlern) entsteht, die dem Film wie ein Kommentar unterlegen.
Credits: ginopags
Ein sehr verwirrender und interessanter Film, für den man nicht unbedingt Bob Dylan Fan sein muss. Ach ja, die Eingangsfrage kann ich immer noch nicht beantworten. Aber ich habe Lust bekommen, es herauszufinden.
Da haben wir:
- Woody Guthrie - nach dem amerikanischen Songwriter benannt - verkörpert von Marcus Carl Franklin steht für die Kindheit und frühere Idole.
- Jack Rollins - verkörpert den jungen idealistischen Singer Songwriter Bob Dylan, der immer mehr desillusioniert wird. Seine Wandlung zum Pastor John erinnert an Dylans Part in der Erweckungsbewegung. Jack Rollins wird von Christian Bale gespielt.
- Jude Quinn - gespielt von Kate Blanchett als älterer Bob Dylan, der mit elektronischer Musik experimentiert und dafür von seinen Fans gehasst wird.
- Arther Rimbaud - (nach dem französischen Dichter) aka Ben Wishaw er hat keine eigene Spielfilmhandlung sonder wird über sein Selbstverständnis als Dichter und Rebell von einem Untersuchungsausschuss interviewt.
- Robbie Clark - gespielt von Heath Ledger zeigt den privaten Bob Dylan, der versucht, seine Fans und die Presse aus seinem Leben herauszuhalten. Allerdings werden hier die Ereignisse ein wenig verdreht, so findet der Motorradunfall vor Dylans Rückzug ins Privatleben in den späten 60ern (seiner Countryphase) statt, im Film befinden wir uns jedoch schon in den 70ern in der Trennungs- und Scheidungsphase.
- Billy the kid - aka Richard Gere der eine Vorliebe von Bob Dylan repräsentiert. (Er spielte eine Nebenrolle in Pat Garrett jagd Billy the Kid und war für den Soundtrack verantwortlich.)
Die Hauptdarsteller interpretieren "ihre" Songs selber, so das ein breites Potpourri aus Originalsongs und Coverversionen (auch von anderen Künstlern) entsteht, die dem Film wie ein Kommentar unterlegen.
Credits: ginopags
Ein sehr verwirrender und interessanter Film, für den man nicht unbedingt Bob Dylan Fan sein muss. Ach ja, die Eingangsfrage kann ich immer noch nicht beantworten. Aber ich habe Lust bekommen, es herauszufinden.
derwahnsinnhateinennamen - 19. Mrz, 00:02
