Eastern - Andere Länder, andere Filmmusik
Hongkong Filme oder Eastern erfreuen sich seit den 70ern auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Das kommerzielle Hongkong Kino, das vor Allem Martial Arts Filme produzierte erlebte in Hongkong von 1970 und 1993 seine Blütezeit. Anschließend versetzte die Übergabe am 1.07.1997 an die Volksrepublik China der Filmindustrie den endgültigen Todesstoß. Die strenge, oft willkürliche Zensur und Angst vor Repressalien führte zur Emigration vieler Kreativer. So arbeiten Wong Kar-Wai, Tsui Hark oder Schauspieler wie Chow Yun Fat in den USA.
Aber wir wollen uns an dieser Stelle ja mit Filmmusik beschäftigen. Die Arbeitsbedingungen in Hongkong waren wesentlich härter, als in Hollywood. Seit 1970 wurden ca. 100 Filme pro Jahr gedreht, zu Hochzeiten, bzw. 1995 154 (als Vergleich 2005 waren es nur noch 55). Schauspieler und Crew arbeiteten parallel an mehreren Filmen. Die Drehbücher waren oft nur rudimentär (Der profane Satz, sie kämpfen kann in einem Jackie Chan Film schon mal zu einer 7 minütigen Szene führen.) oder werden erst in der Nacht vor dem Dreh geschrieben. Unter ähnlichen Bedingungen arbeiteten auch die Komponisten.
James Wong erzählt:
"Ich habe noch nie bei einem Film die Idealbedingungen gehabt, dass ich den ersten Endschnitt und drei Wochen Zeit bekam, um die Musik abzuliefern. Manche Filme machen wir in vier Tagen! Oder man fängt an zu arbeiten, ohne den Film gesehen zu haben, man kennt nur das Drehbuch, der Film ist dann oft vollkommen anders. Das Material bekommen wir Spule für Spule ... es ist furchtbar! Total unakzeptabel, aber wenn man in Hongkong arbeiten will ... so läuft's hier eben. " (Umard S. 48)
Übrigens tritt James Wong ebenso wie viele seiner Kollegen auch noch als Darsteller auf, u.a. in Chinese Ghost Story.
Eine ganze Reihe von Komponisten haben trotzdem unter diesen Bedingungen in Hongkong arbeiten wollen. Die berühmtesten unter ihnen sind:
Credits: Surferket
Credits: jks126d
Credits: DexterDTQC
Ein wichtiges Element des Soundtracks sind Popsongs (Cantopop), die oft von Teilen des Casts oder von chinesischen Stars interpretiert wurden. In den Anfängen wurden Elemente der kantonesischen Oper und westlicher Popmusik vermischt. Die traditionellen Instrumente wie Erhu oder Guzheng wurden in den 80ern aufgegeben. Heute haben die meisten Arrangements die Besetzung Klavier, Synthesizer, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Fast alle Cantopopsongs bauen auf einer absteigenden Basslinie auf.
Die berühmtesten Popstars sind:
The Killer von Lowell Lo interpretiert von Sally Yeh
Credits: Stormtrooper1138
Quelle: Ralph Umard: Film ohne Grenzen - Das neue Hongkong Kino. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage
IMDB
Cantopop
Aber wir wollen uns an dieser Stelle ja mit Filmmusik beschäftigen. Die Arbeitsbedingungen in Hongkong waren wesentlich härter, als in Hollywood. Seit 1970 wurden ca. 100 Filme pro Jahr gedreht, zu Hochzeiten, bzw. 1995 154 (als Vergleich 2005 waren es nur noch 55). Schauspieler und Crew arbeiteten parallel an mehreren Filmen. Die Drehbücher waren oft nur rudimentär (Der profane Satz, sie kämpfen kann in einem Jackie Chan Film schon mal zu einer 7 minütigen Szene führen.) oder werden erst in der Nacht vor dem Dreh geschrieben. Unter ähnlichen Bedingungen arbeiteten auch die Komponisten.
James Wong erzählt:
"Ich habe noch nie bei einem Film die Idealbedingungen gehabt, dass ich den ersten Endschnitt und drei Wochen Zeit bekam, um die Musik abzuliefern. Manche Filme machen wir in vier Tagen! Oder man fängt an zu arbeiten, ohne den Film gesehen zu haben, man kennt nur das Drehbuch, der Film ist dann oft vollkommen anders. Das Material bekommen wir Spule für Spule ... es ist furchtbar! Total unakzeptabel, aber wenn man in Hongkong arbeiten will ... so läuft's hier eben. " (Umard S. 48)
Übrigens tritt James Wong ebenso wie viele seiner Kollegen auch noch als Darsteller auf, u.a. in Chinese Ghost Story.
Eine ganze Reihe von Komponisten haben trotzdem unter diesen Bedingungen in Hongkong arbeiten wollen. Die berühmtesten unter ihnen sind:
- Romeo Diaz - Bullet In The Head, Chinese Ghost Story 2
Swordsman
Credits: Surferket
- James Wong, z.B. Chinese Ghost Story, Once Upon a Time in China oder City Hunter
Chinese Ghost Story
Credits: jks126d
- Lowell Lo, z.B. Once Upon A Time In China IV , Prison On Fire 2 oder A Better Tomorrow III
A Better Tomorrow II
Credits: DexterDTQC
Ein wichtiges Element des Soundtracks sind Popsongs (Cantopop), die oft von Teilen des Casts oder von chinesischen Stars interpretiert wurden. In den Anfängen wurden Elemente der kantonesischen Oper und westlicher Popmusik vermischt. Die traditionellen Instrumente wie Erhu oder Guzheng wurden in den 80ern aufgegeben. Heute haben die meisten Arrangements die Besetzung Klavier, Synthesizer, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Fast alle Cantopopsongs bauen auf einer absteigenden Basslinie auf.
Die berühmtesten Popstars sind:
- Anita Mui - auch die Madonna Hongkongs genannt, z.B. Chinese Ghost Story
- Leslie Cheung - z.B. zusammen mit Danny Chan
- Alan Tam - z.B. One Song One Story
- Priscilla Chan - z.B. zusammen mit Jackie Cheung
- Danny Chan - z.B. aus On Trial
The Killer von Lowell Lo interpretiert von Sally Yeh
Credits: Stormtrooper1138
Quelle: Ralph Umard: Film ohne Grenzen - Das neue Hongkong Kino. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage
IMDB
Cantopop
derwahnsinnhateinennamen - 2. Jan, 00:11


