Best of 2007 Part 1

Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu. Die Jahresrückblicke beginnen. Um Euch nicht völlig zu erschlagen, werde ich meine dieses Jahr aufteilen. Wir beginnen mit Part 1:

Egal ob Comedy, Drama oder gar Dramady seit ich kein CSI mehr sehe fällt der Krimibereich leider weg, welche Serie hat Euch 2007 am Meisten bewegt?

Top Ten der bestens Serien Season 2007

Platz 10: Desperate Housewives Season 3

Ich habe diese Season nur sporadisch verfolgt. Eigentlich hat mir nur eine Storyline wirklich gefallen:

Gabrielle:++++ Großartig. Die Versuche im Modellbusiness wieder Fuß zu fassen, die Liebesgeschichte mit dem Politiker und vor Allem das hin und her mit Carlos. Schade, dass der Kleinkrieg zwischen Edie und Gabrielle nicht länger anhielt. Sie waren sich ebenbürtig.

Da allerdings meistens noch ziemlich viele uninteressante Sachen passierten und erst die finalen Episoden zur Höchstform aufliefen hat es nur für einen zehnten Platz gereicht.

Platz 9: The Simpsons Season 16

Egal ob Jack the Ripper, Medikamentenschmuggel oder Vulkanausbrüche. Die sechzehnte Staffel ist gewohnt gut.

Platz 8: Scrubs Season 6

Turk wird Vater (klasse Storyline), J.D. wird Vater (naja, das hätte man sich auch sparen können, vor Allem die unbefleckte Empfängnisstory), Dr. Cox wird Vater (das kennen wir ja schon). Ansonsten haben wir eine tolle Musicalepisode und Lavernes Tod. Eine sehr gute und gewohnt witzige Season.

Platz 7: Prison Break Season 1

Michaels Versuche seinen Bruder aus dem Gefängnis zu befreien, der Knastalltag und die Versuche von Außen seine Unschuld zu beweisen, bzw. dies zu verhindern... brisant, spannend und ein bisher einzigartiges Format.

Platz 6: Brothers & Sisters Season 1

Auch wenn ich nur durch das Lead-In durch Greys Anatomy auf diese Serie gestoßen bin bin ich inzwischen restlos überzeugt. Der Konflikt zwischen Republikanern und Demokraten, der sich durch diese, ziemlich gebeutelte, sonst aber recht normale, Upperclass Familie zieht ist gleichzeitig dramatisch und witzig.

Platz 5: Dexter Season 2

Dexter ist auf der Suche nach dem Mörder seiner Mutter. Gleichzeitig muss er sich vor Doakes und seiner Freundin Rita erwehren, die ihm zu einem 12-Schritte Programm zwingt, da sie denkt, dass er süchtig ist. Nebenbei muss er seine eigenen Taten verschleiern und einen Serienmörder jagen. Teile des zweiten Dexter Romans von Lindsay Dunkler Dämon werden in die Handlung eingewebt.

Platz 4: Weeds Season 2

Die erste von drei Showtime Serien in der Top 4. Nancy versucht sich selbständig zu machen und bekommt ungeahnte Konkurrenz. Andy welch Ironie versucht Shane durch die Pubertät zu bringen. Zum Beispiel durch einen Besuch im Massagesalon. Da auch noch Silas durchdreht und ihre Vernunftehe mit einem Beamten der Drogenfahndung kein Garant für Glück ist konnten wir eine hoch dramatische und witzige Season genießen. Zwar nicht ganz so gut wie Season 1, aber trotzdem jede Sekunde wert.

Platz 3: The L-Word Season 4

Showtime Nummer 2: Erwähnte ich schon, dass ich wegen dieser Season DSL habe (bzw. wegen der Telefonrechnung nach dieser Season?) vielleicht sollte mein Telefonanbieter mehrere Monatsbeiträge an Shotime und Youtube abführen. Auch hier haben wir einige öde Storylines (Max, Tina, die Filmgeschichte, das Outing von Bettes Cheffin), aber im Gegensatz zu den Housewives ein sehr gutes Gegengewicht durch lustige Storylines (Helena & Alice als WG, Shane in ihrer Schwesterrolle, eigentlich jede Szene mit Alice, die Modellgeschichte von Shane) und Drama (Shane & Shay, die Irakgeschichte, Helenas Abstieg). Das große Drama der dritten Season (Tod, geplatzte Hochzeit, ständige Eifersucht) haben wir zu Gunsten einer wesentlich leichteren, witzigeren Season hinter uns gelassen. Also, trotz ein, zwei öden Episoden im Großen und Ganzen eine sehr gute Staffel. In etwa vergleichbar mit Season 2.

Platz 2: Greys Anatomy Season 3

Drama in Höchstform: Izzy versucht immer noch mit Dannys Tod klar zu kommen (und verfeinert Muffinrezepte). Christinas Liebe zu Burke bringt sie dazu, seine Verletzung zu verheimlichen, damit er seine Chance auf den Chefarztposten nicht verliert. Überhaupt, der Chefarztposten: Alle wollen ihn, am Ende hat ihn doch nur der, der ihn wirklich verdient: Richard Webber. Besonders die Storyline um die Hochzeit von Christina und Burke und seine Versuche, ihr eine traditionelle Zeremonie aufzuzwingen waren zum Schreien. Leider gab es auch ein paar kleine Minuspunkte: Izzy und George (wer zur Hölle will das?), Merediths und Dereks ständiges auf und ab (inklusiver zweier Beinahetode), Alex Geschichte mit der Gedächtnislosen. Aber trotz dieser Abzüge ein guter zweiter Platz.

Platz 1: Californication Season 1

Witzig (oft unter der Gürtellinie), tabulos, frech, voller Anspielungen... Die Geschichte des ausgebrannten Autoren, der seinen freien Fall irgendwie aufhalten will ist unglaublich komisch. Für mich die Serie des Jahres 2007


Die größten Enttäuschungen 2007

Platz 3: Gilmore Girls Season 7

Ich habe die Gilmore Girls wirklich geliebt. Ich wundere mich allerdings inzwischen nicht mehr, dass sie nach dieser Season abgesetzt wurden. War die sechste Staffel schon ziemlich lahm überbietet die siebte (nach ca. 50 % der Folgen) diese bei weitem. Rory ist nur noch Nebenfigur. Ihre Fernbeziehung mit Logan: total uninteressant. Ihre neuen Freundinnen sind weder intelligent noch witzig. Überhaupt scheint sich Rory immer mehr zu einer der Frauen zu entwickeln, die sie zuvor gehasst hat. Partys, Snobismus und Reichtum nehmen in ihrem Leben immer mehr Raum ein, als Literatur und wahre Freunde. Loreley hat ein paar witzige Momente, versprüht aber selten den Charme von früher. Luke wirkt als Vater dauerüberfordert und peinlich. Seine Tochter soll wohl eine zweite Rory sein, leider fehlt den beiden jegliche Chemie. Die anderen Figuren kommen überhaupt nicht mehr vor. Wo bleiben Jackson, Sooky, Kirk, Lane und die anderen, die Stars Hollow sehenswert machten? Das geliebte Freitagsdinner (und überhaupt die Großeltern Gilmore) geraten immer mehr ins Hintertreff. Es erscheint fast so, als ob den Drehbuchautoren die Ideen ausgegangen sind. Schade. Ich hoffe, sie haben noch ein würdevolles Finale für unsere Lieblingskleinstädter parat.

Platz 2: Desperate Housewives Season 3

Leider gab es ja noch andere Geschichten, außer Carlos und Gabrielle:
Bree: - Bree musste sich hauptsächlich mit Familienproblemen herumschlagen. Ihre Ehe mit Orson, der trotz aller Geheimnisse blass blieb, die Schwangerschaft von Danielle,... Öde
Susan: - Ian oder Mike, das Ergebnis war doch eigentlich von Anfang an klar. Dazu die Streitereien mit ihrer Tochter. Öde
Lynette: ~ Die Storyline um die Pizzaria gewann zum Schluss. Ein Glück, sie wurde im Laufe der Staffel immer unsympathischer.

Platz 1: Private Practice Season 1

Mann nehme einen sympathischen, beliebten Charakter einer Serie mit hohen Quoten und versetzte ihn an einen sonnigen Ort, wo die Welt, bis auf kleine Ausnahmen, noch in Ordnung scheint... Schon haben wir das Konzept von Private Practice. Hätte ja auch vielleicht funktionieren können. Hätte man ein paar bessere Autoren engagiert. So haben wir eine Praxis von unsympathischen Individualisten (alles sehr gute Schauspieler), die fernab jeder Realität ihre Neurosen pflegen. Addison selbst entwickelt sich in ihrer Gesellschaft zügig in ihre Pubertätsjahre zurück. Fachkompetenz und Erfahrungsschatz Fehlanzeige.

Die Praxis würde, wenn man das Klientel bedenkt und die Zeit, die ihre Ärzte mit Privatangelegenheiten verbringen, keine sechs Monate überstehen. Naja, für einen wirklichen Notfall wäre sie sowieso nicht gerüstet. Ihr einziges medizinisches Personal besteht aus einem durchtrainierter Hobbysurfer an der Rezeption. War der Backdoorpilot schon eine Enttäuschung hält die Staffel bisher alles was sie versprochen hat. Für mich der Flop des Jahres.

Wie habt ihr das Serienjahr 2007 erlebt? Was waren eure Highlights und Flops? Ich bin gespannt.
Andrea (anonym) - 8. Dez, 21:16

So sonderlich viele Serien kucke ich nicht (und irgendwie muss ich Scrubs 6 verpasst haben, wie ich gerade etwas verärgert über mich selbst feststelle), daher fällt meine Liste etwas kürzer aus, da ich einfach mal die Serien durchgehe, die ich kucke - und sicher wird man dann auffallen, dass es doch nicht so wenige sind..

Montags: Lost, 3.Staffel. Das, was ich bisher davon kenne, gefällt mir gewohnt gut: spannend, verworren, erzählerisch gut; nur Lockes Vergangenheit finde ich wie üblich interessant wie Schweißfüße. Allerdings fehlt noch der große, neue Kick, und die bisher eingeführten neuen Figuren (v.a. bei den anderen) finde ich blasser als die leider wieder verstorbenen aus der zweiten, insbesondere Ana Lucia und Mister Eco.

Dienstags: Der Dicke, 2. Staffel. Eine sehr witzige deutsche Anwaltsserie, die es geschafft hat, die schon sympathischen Figuren aus der ersten Staffel mit Norbert und v.a. Gudrun phänomenal zu ergänzen. Ein klarer Daumen nach oben.

Mittwochs: Heroes, 1. Staffel. Gefällt mir sehr gut, auch wenn sie durch die vielen Handlungsstränge und Figuren etwas langsam in Fahrt kommt (und leider beinahe alle Figuren wieder jung und schön sein müssen); definitiv spannend und mit Hiro der witzigste Japaner seit Mister Miyagi.

Donnerstags: Prison Break, 2. Staffel. Enttäuscht mich bisher; ganz einfach weil sie mich nicht so gefangen nehmen kann wie die erste. Die Sache mit der Hand ist obereklig, und Abruzzi hat ja leider schon zum Ende der 1. Staffel viel von seinem Charisma für mich verloren gehabt. Außerdem sind da immer mehr Logikfehler und Dummheiten drin, deren größter immer noch ganz am Anfang war: da rennen zum Ende der 1. Staffel 8 Leute über eine Wiese, verfolgt von ich weiß nicht wie vielen Polizisten, es ist Nacht, die Verfolger sind knapp hinter ihnen - Schnitt, Staffel zuende. Und schon ist zu Beginn der zweiten Staffel hellichter Tag, und die Verfolger sind scheinbar abgehängt. Wofür so ein Schnitt doch gut sein kann. Staffel 1 fand ich jedenfalls um Klassen besser, auch wenn sie mir zum Ende hin etwas langweilig wurde - vier, fünf Folgen weniger hätten es auch getan.

Freitags: Gilmore Girls, 7. Staffel. Da kann ich dir nur zustimmen. Gut, Rory mochte ich noch nie so wirklich, und ihre Geschichten waren mir immer zu teenagerig, und seit Paris nur noch kurze Gastauftritte hat.. naja. Die Loreley-Christopher-Sache schreit doch schon von Beginn an laut "Scheitern!", und noch nie empfand ich vieles als so beiläufig erzählt wie dieses Mal. Höhepunkte sind eindeutig die Folgen, in denen endlich die wahren Stars auftauchen: Paris' "Wie toll ihr doch seid; erinnert euch, als ihr gegen mich gemeutert und mich abgesetzt habt, ihr feigen Verräter"-Rede bei Rorys Rücktritt vom Chefredaktionsposten; Zach und Lane, die einfach grandios sind, Mrs Kim - warum wird die Geschichte nicht jede Woche weiterverfolgt, hat sie schon ein Kreuz aufgehängt, und wo genau ist Brian geblieben - schon in Korea?; Michel, die Kurzauftritte der Großeltern.. hätten sie eine 8. Staffel gewollt, hätten sie Rory und Loreley einfach weglassen sollen. Und April erinnert mich schrecklich an die Tochter von Ally McBeal (deren Schauspielerin übrigens die Claire in Heroes spielt..). Ich kann also auch nur auf einen interessanteren zweiten Teil hoffen, in dem mehr Stars Hollow, Großeltern und Gellar vorkommen.

Samstags: zwar keine Serie, aber eine Enttäuschung: Bundesliga-Übertragungen zurück bei Premiere. Das Premiere-Moderatoren-Team ist gewohnt langweilig. Ich vermisse Opdenhövel und Welke. Das einzig gute: Die Kommentatoren beim Spiel lassen sich wieder abstellen; das heißt, man kann Marcel Reif endlich stoppen.

Sonntags: One Tree Hill, 1. Staffel. Man hat mir diese Serie als "großartig" geschildert, aber sie ist dann doch noch eine größere Enttäuschung als GG 7. Nein, nicht nur, weil sie mehr als eine Stunde vor der Maus anfängt (und damit eindeutig zu früh), sondern v.a. weil es die Produzenten geschafft haben, das Thema eines klassischen Teenie-Dramas zu nehmen und es von akzeptabler Filmlänge auf unakzeptable Serienlänge zu strecken: Halbbrüder, der ältere verstoßen, der jüngere der Liebling des ehrgeizigen Vaters, müssen auf einmal im selben Team miteinander auskommen, deren Stars sie natürlich beide werden. Noch ein paar Liebesgeschichten und Teenie-Dramen hineingestrickt, fertig. Die Figuren sind sehr platt und klischeehaft, jegliche Selbstironie fehlt - und insgesamt fühle ich mich dafür einfach zu alt. Da schlafe ich doch lieber wieder länger.

Daher Top-3:
1. Prison Break 1
2. Heroes 1
3. Der Dicke 2
4. Lost 3

Flop-3:
1. One Tree Hill 1
2. Prison Break 2
3. Gilmore Girls 3
4. Premiere BuLi

Andrea (anonym) - 8. Dez, 21:17

Das kommt davon, wenn man mit den Top/Flop-3 nicht auskommt, und noch eine 4. Serie hinzufügt.. Sind natürlich Top/Flop-4. ;)
derwahnsinnhateinennamen - 8. Dez, 23:42

Heroes habe ich noch nicht gesehen. Werde ich aber bestimmt mal, da ich schon viel Gutes über die erste und viel Schlechtes über die zweite Staffel gehört habe. Bei Prison Break gebe ich dir recht. Ich bin allerdings noch nicht besonders weit in der zweiten Staffel, sie hat noch eine Chance.
Gilmore Girls läuft gerade Season 7 - die dritte war toll schon allein wegen Jess. Naja, ich würde die Girls schon ganz gerne (vor Allem zusammen!) sehen. Aber bitte mit viel mehr Paris, Lane, Kirk und Co. Ach und die Tochter bei Ally habe ich auch gehasst.
Lost finde ich vom Konzept nicht so fesselnd. Allerdings habe ich sie noch nicht gesehen, genauso wenig wie One Tree Hill.

Kein Premiere zu haben bereue ich nur immer, wenn Dortmund Freitags spielt (obwohl, eigentlich nur, wenn sie so einen Spiel hinlegen wie gestern. BVB - Bielefeld 6-1).
ichistmeinname (anonym) - 9. Dez, 13:53

Mhm, die Tatsache, dass eine Serie in der Top 10 und gleichzeitig in der Flop 3 ist, irritiert mich ein wenig. ;)
derwahnsinnhateinennamen - 9. Dez, 17:25

Ich bin ein Mensch voller Widersprüche :-)
derwahnsinnhateinennamen - 15. Dez, 15:00

Gilmore Girls

Pünktlich zum Verriss kam am Freitag natürlich die beste Gilmore Girls Folge bisher: Christopher wird den Bewohnern von Stars Hollow vorgestellt. Loreley versucht alles, damit sie ihn mögen. Der Strickmarathon lässt alte Zeiten wieder aufleben. Rory versöhnt sich mit Marty (die Freundinnen dabei nerven nur ein wenig - was zur Hölle soll eine 2002 Party?). Und da Rory wieder bei Paris einzieht, gibt es wieder Hoffnung (ich hoffe, sie erfüllt sich früher als der Einzug von Mrs. Kim bei Lane und Zack. Die Steilvorlage schlummert nun schon seit 5 Folgen in der Schublade).

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