Seit wir zwei uns gefunden
kenn ich nur schöne Stunden - Oh RWE
Credits: AllezRWE
Wir haben sie gesehen ... zwei Aufstiegsaspiranten. Rot Weiss Essen gegen Eintracht Braunschweig. Ambitionierte Clubs, mit langer Tradition, guten Trainern, nur ein wenig unglücklich in die Saison gestartet, aber was macht das schon?
Das Spiel beginnt. 10220 Zuschauer begrüßen ihre Manschaften. 10220 Zuschauer beim Spiel des 16 gegen den 18. 10220 Menschen im ehrwürdigen Georg Melches Stadion. Sollte uns das nicht schon genug sein?
Ich finde es eigentlich nur fair, dass die Spieler im Gedenken an Tradition und ihre langjährigen Fans uns nicht mehr Highlights als die Verkündigung der Zuschauerzahl zumuteten.
Beide Manschaften sind einfach nur rücksichtsvoll. Sie haben wohl zu oft, die Hymne vom alten Opa Luscheskowski gehört.
Credits: DerEssener
Wer sagt, dass im aktuellen Essener Kader keine Klasse und früher alles besser war? Ich habe selten so ein gepflegtes Kurzpassspiel im eigenen Strafraum gesehen. Ok, spätestens der dritte Pass wanderte in die Reihen von Eintracht Braunschweig, aber hey, Fußball ist doch ein Manschaftssport. Die sollten halt auch mitspielen. Und zeigten uns beide nicht filigrane Fußballkunst?
Wer wollte, konnte an diesem Spiel Aufklärungsarbeit leisten. Beispiel gefällig?
Die Abseitsfalle: Selten wurde so oft das Prinzip des Abseits demonstriert, wie von den Essener Stürmern. Ein bis fünfmal in der ersten Halbzeit an praktischen Beispielen erklärt und jeder Fan hatte noch knapp 80 min. Zeit, um zeitgleich mit dem Linienrichter eine imaginäre Fahne zu heben. Das ist wahres Schulungsmaterial. Seien wir froh, dass die U19 zu Gast war. Die konnten wirklich etwas lernen. (Und vergessen wir nicht: Das sind Eure zukünftigen Arbeitgeber.)
Teilzeitmodelle: Ich finde ja, wenn ein Verein zu wenig Geld hat, dann muss er in günstige Sparmodelle einsteigen. RWE geht hier erneut als gutes Beispiel vorraus. Die Abwehrspieler haben ausschließlich einen Vertrag für die eigene Hälfte unterschrieben. Eine Prämie wird für jeden Meter außerhalb des eigenen Strafraums fällig. Betreten sie die gegnerische Hälfte, vielleicht sogar mit Ball, verdoppelt sie sich. Da unsere Manschaft aber weiß, wie knapp die finanzielle Lage des Revierclubs ist, würden sie nie diese Situation ausnutzen. Ganz im Gegenteil. Kaum, dass der Ball abgegeben wurde verlässt den Spieler jegliche Verantwortung und das Interesse am Spielgeschehen. Schließlich muss er sich schon auf den nächsten Angriff, der bestimmt bald seinem Territorium, seinem Strafraum entgegenrollt, stellen.
Ich kann übrigens nur voller Begeisterung sagen, Essen hat sich im Gegensatz zu seiner Regionalligazugehörigkeit in den 90ern wirklich weiterentwickelt. Wurde dort noch bei jeder Gelegenheit versucht eine Ecke herauszuholen und wahrer Kick and Rush gespielt: die Flanken entlang, dann in den Strafraum entweder zur Ecke, oder einfach drauf (Wiiiiiillliiiiiii). Das findet man heute nicht mehr. Die eindrucksvolle Statistik: 1 Flanke, 1 Ecke, 1 nein, lass mich großzügig sein 1,5 Torschüsse.
Rot Weiss Essen - Eintracht Braunschweig 0-0
Und selbst dieser eine Punkt war für beide zu viel.
Credits: AllezRWE
Wir haben sie gesehen ... zwei Aufstiegsaspiranten. Rot Weiss Essen gegen Eintracht Braunschweig. Ambitionierte Clubs, mit langer Tradition, guten Trainern, nur ein wenig unglücklich in die Saison gestartet, aber was macht das schon?
Das Spiel beginnt. 10220 Zuschauer begrüßen ihre Manschaften. 10220 Zuschauer beim Spiel des 16 gegen den 18. 10220 Menschen im ehrwürdigen Georg Melches Stadion. Sollte uns das nicht schon genug sein?
Ich finde es eigentlich nur fair, dass die Spieler im Gedenken an Tradition und ihre langjährigen Fans uns nicht mehr Highlights als die Verkündigung der Zuschauerzahl zumuteten.
Beide Manschaften sind einfach nur rücksichtsvoll. Sie haben wohl zu oft, die Hymne vom alten Opa Luscheskowski gehört.
Credits: DerEssener
Wer sagt, dass im aktuellen Essener Kader keine Klasse und früher alles besser war? Ich habe selten so ein gepflegtes Kurzpassspiel im eigenen Strafraum gesehen. Ok, spätestens der dritte Pass wanderte in die Reihen von Eintracht Braunschweig, aber hey, Fußball ist doch ein Manschaftssport. Die sollten halt auch mitspielen. Und zeigten uns beide nicht filigrane Fußballkunst?
Wer wollte, konnte an diesem Spiel Aufklärungsarbeit leisten. Beispiel gefällig?
Die Abseitsfalle: Selten wurde so oft das Prinzip des Abseits demonstriert, wie von den Essener Stürmern. Ein bis fünfmal in der ersten Halbzeit an praktischen Beispielen erklärt und jeder Fan hatte noch knapp 80 min. Zeit, um zeitgleich mit dem Linienrichter eine imaginäre Fahne zu heben. Das ist wahres Schulungsmaterial. Seien wir froh, dass die U19 zu Gast war. Die konnten wirklich etwas lernen. (Und vergessen wir nicht: Das sind Eure zukünftigen Arbeitgeber.)
Teilzeitmodelle: Ich finde ja, wenn ein Verein zu wenig Geld hat, dann muss er in günstige Sparmodelle einsteigen. RWE geht hier erneut als gutes Beispiel vorraus. Die Abwehrspieler haben ausschließlich einen Vertrag für die eigene Hälfte unterschrieben. Eine Prämie wird für jeden Meter außerhalb des eigenen Strafraums fällig. Betreten sie die gegnerische Hälfte, vielleicht sogar mit Ball, verdoppelt sie sich. Da unsere Manschaft aber weiß, wie knapp die finanzielle Lage des Revierclubs ist, würden sie nie diese Situation ausnutzen. Ganz im Gegenteil. Kaum, dass der Ball abgegeben wurde verlässt den Spieler jegliche Verantwortung und das Interesse am Spielgeschehen. Schließlich muss er sich schon auf den nächsten Angriff, der bestimmt bald seinem Territorium, seinem Strafraum entgegenrollt, stellen.
Ich kann übrigens nur voller Begeisterung sagen, Essen hat sich im Gegensatz zu seiner Regionalligazugehörigkeit in den 90ern wirklich weiterentwickelt. Wurde dort noch bei jeder Gelegenheit versucht eine Ecke herauszuholen und wahrer Kick and Rush gespielt: die Flanken entlang, dann in den Strafraum entweder zur Ecke, oder einfach drauf (Wiiiiiillliiiiiii). Das findet man heute nicht mehr. Die eindrucksvolle Statistik: 1 Flanke, 1 Ecke, 1 nein, lass mich großzügig sein 1,5 Torschüsse.
Rot Weiss Essen - Eintracht Braunschweig 0-0
Und selbst dieser eine Punkt war für beide zu viel.
derwahnsinnhateinennamen - 9. Sep, 05:33

Grausame Ironie
Fazit: Gut gespielt. Dumm verloren. Jetzt sind wir sogar hinter Braunschweig. Bitter.