Er ist fast wie ein Sohn für mich ... Bellatrix Lestrange erzählt über ihre Zeit mit Harry Potter
Hinter jedem berühmten Mann steht eine starke Frau. Letzte Woche folgten wir der Einladung der bezaubernden Frau an der Seite des Mannes, dessen Name nicht genannt werden sollte. Bellatrix Lestrange plauderte über ihre Zeit in Azkaban und ihr Leben zwischen zwei Männern - dem dunklen Lord und ihrem Ehemann Rodolphus. Heute erfahren wir alles über ihre unheilvolle Begegnungen mit dem Jungen mit der Narbe.
inspiriert bei Rita Kimmkorn
"Wir hatten vielleicht nicht den besten Start" nachdenklich streicht Bellatrix eine vorwitzige Strähne zurück, die sich, wie durch Zauberhand, immer wieder in ihr Gesicht zurückstiehlt. "Immerhin ist er, dessen Name unewünscht ist, der Patensohn meines Cousins Sirius." Ein bedeutungsschwerer Blick streift mich bevor Erinnerungen die dunklen Augen verschleiern. Wir erinnern uns alle an Sirius Black. Immerhin saß auch er, wie Bellatrix, viele Jahre in Azkaban. "Sirius war schon immer schwierig. Er gefiel sich in der Rolle des Rebellen. Dafür war ihm jedes Mittel recht. Jeder Black vor und nach ihm war stets im Haus Slytherin. Salazar bevorzugte stets die Reinblütigen und wir Blacks, waren stets darauf bedacht, unsere Linie rein zu halten. Bis auf Sirius. Ich habe gehört, der Sprechende Hut soll sich gewunden haben, als er ihn aufsetzte. Nun ja, talentiert war er schon immer. Beachtlich in dem Alter einen so mächtigen Gegenstand zu beherrschen. Rebellisch, aber talentiert. Was für eine Verschwendung." Sie seufzt erneut.
Sirius war während seiner Schulzeit in einer Gang, der neben einem Werwolf und einem Animagi auch der Vater des gesuchten Jungen angehörte. "Aber ich schweife ab. Ihre Leser interessieren sich bestimmt nicht für dunkle, alte Familientragödien." Das traurige kleine Lächeln kämpft gegen den Schatten auf dem ausdrucksstarken Gesicht. "Als er aus Azkaban ausbrach hätten wir eingreifen sollen. Der unerwünschte Junge stammt immerhin ebenfalls aus einer guten Familie. Missgeleitet, ja. Aber gute Erbanlagen. Hätten wir uns mehr um ihn gekümmert, wer weiß, vielleicht hätte er Großes vollbringen können. Ich denke da an meinen Naffen Draco und seine sympathischen Gefolgsleute."
Familie ist für Bellatrix nicht nur ein Schlagwort. Nein, der Zusammenhalt der reinblütigen Familie ist ein Wert, der ihr wirklich am Herzen liegt. So hegt sie selbst für den Unwillkommenen fast schon mütterliche Gefühle. Anders ist ihre Nachsicht mit ihm auch kaum zu erklären...
"Allerdings stand unsere erste Begegnung unter keinem guten Stern. Der dunkle Lord hatte mich und ein paar seiner treuen Gefolgsleute gebeten, ihm die Prophezeiung aus dem Ministerium zu holen. Der Junge und ein paar seiner Freunde waren auch dort. Es war wohl so eine Art Mutprobe für sie ... ins Ministerium einbrechen und sich einmal diese berühmte Weissagung anhören." Sie schüttelt tadelnd den Kopf. "Wir haben noch versucht sie zur Vernunft zu bringen. Es war ja noch nichts passiert. Ein dummer Jungenstreich. Ich bin mir sicher Fudge hätte Gnade vor Recht walten lassen. Bis, ja bis mein Cousin auftauchte."
Jeder von uns erinnert sich noch an die Berichte. Der größte Teil des Zaubereiministeriums musste anschließend renoviert werden und einer Reihe von Deliquenten wurden nach Azkaban geschickt. Man munkelte bereits damals, ob es die Richtigen getroffen hatte.
"Ich habe noch versucht zu retten, was zu retten war, aber Sirius sah wohl seine Zeit gekommen. Ich habe natürlich alles getan, um ihn außer Gefecht zu setzten. Aber es war ein Kampf. Als Sirius fiel schien das letzte bißchen Vernunft seinen Patensohn zu verlassen. Er schrie mir einen Cruciatus Fluch entgegen, der törichte Junge. Dumbledore hat anscheinend den Lehrplan von Hogwarts ein wenig erweitert. Aber da fehlte noch die Leidenschaft. Ich merkte sofort, der Junge hat Potential." Sie schaudert leicht und nippt an ihrem Glas. "Sein Fluch löste in mir nur ein Prickeln aus. Ein Gefühl, als ob Eisnadeln in deine Haut stechen. Ein oberflächlicher Schmerz. Wie konnte er nur denken, mich damit aufhalten zu können." Sie lacht leise auf. Ihre Wangen haben sich vor Leidenschaft gerötet. Ihr Atem geht schneller. Diese Nacht steht ihr noch lebhaft vor Augen. "Ich habe ihm natürlich ein paar Tipps gegeben. Auch wenn es töricht ist, ich sehe mich gerne als eine Vermittlerin der dunklen Künste. Anscheinend hat er ja auch daraus gelernt. Dumbledore starb an einem perfekt ausgeführten Avada Kedavra Fluch." Belustigte Bewunderung liegt auf ihrem Gesicht. Sie mag es anscheinend, positiv überrascht zu werden.
"Ich war mir schon immer sicher, dass Harrylein sich, sobald er von Sirius Einflüsterungen frei ist für die richtige Seite entscheidet. Als Kind musste er wohl eine gewisse Loyalität für seinen letzten Verwandten empfinden - nein, diese Muggle zähle ich nicht als Verwandte."
Bis zu seiner Volljährigkeit musste Plotter seine Ferien bei Mugglen verbringen. Berichten zufolge verließ er Hogwarts stets zutiefst frustriert. Der arme Junge verzweifelte an der Enge, den unsinnigen Regeln und der Kleingeistigkeit der Mugglewelt. Jedes Schuljahr dauerte es länger, um die mugglischen Charakterzüge, die sie ihm während der zauberfreien Zeit aufzwangen, tief in sich zu vergraben. Diverse Verstöße gegen das Verbot der Zauberei von Minderjährigen sprechen eine deutliche Sprache.
"Bereits hier hätten wir auf ihn aufmerksam werden sollen. Der schlechte Einfluss von Sirius und Dumbledore über das Schuljahr war natürlich verherend. Sie erzählten ihm etwas von Liebe und Freundschaft und zwangen ihn dennoch stets in dieses Schlammloch zurückzukriechen. Das nenne ich Heuchelei. Immerhin versuchte er bereits mit elf Jahren seinen Mugglecousin umzubringen, indem er ihn in einen Schlangenkäfig stürzte. Der Kleine rang des Öfteren mit seiner dunklen Seite. Ich bin froh, dass sie schlussendlich gewonnen hat. Als wir uns kürzlich auf dem Anwesen meines Schwagers Lucius trafen war er mir sehr behilflich..."
Wunderschön sind die Räume in Malfoy Manner, die die drei jungen Leute bei ihrer kurzen Stippvisite bewohnt haben. Schlichter aber komfortabler Luxus von dem ein Schüler sonst nur träumen kann. "Eigentlich wollen sie hier auf den dunklen Lord warten, dann mussten sie jedoch schnell fort ... eine Familienangelegenheit. Ich bin mir sicher, wir werden das Treffen aber in Kürze nachholen."
Trotz größter Anstrengungen meinerseits will Bellatrix Lestrange diese Geschichte für sich behalten. Auch eine Frau kann Geheimnisse bewahren. Besonders, wenn es nicht die ihren sind. Allerdings, so deutet sie schelmisch an, wird wohl ihr Fastneffe demnächst alle Kontakte zu seinen Schlammblut- und Blutverräterbekannten abbrechen. "Sie haben ihren Zweck erfüllt. Der dunkle Lord wird entzückt sein, ihn willkommen zu heißen."
Viele Jahre hat die Zaubererwelt den Atem angehalten wenn das Bild eines Jungen mit Narbe das Titelblatt des Tagespropheten zierte. Nun kann sie aufatmen. Bellatrix Lestrange wird sich um ihn kümmern.
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inspiriert bei Rita Kimmkorn
"Wir hatten vielleicht nicht den besten Start" nachdenklich streicht Bellatrix eine vorwitzige Strähne zurück, die sich, wie durch Zauberhand, immer wieder in ihr Gesicht zurückstiehlt. "Immerhin ist er, dessen Name unewünscht ist, der Patensohn meines Cousins Sirius." Ein bedeutungsschwerer Blick streift mich bevor Erinnerungen die dunklen Augen verschleiern. Wir erinnern uns alle an Sirius Black. Immerhin saß auch er, wie Bellatrix, viele Jahre in Azkaban. "Sirius war schon immer schwierig. Er gefiel sich in der Rolle des Rebellen. Dafür war ihm jedes Mittel recht. Jeder Black vor und nach ihm war stets im Haus Slytherin. Salazar bevorzugte stets die Reinblütigen und wir Blacks, waren stets darauf bedacht, unsere Linie rein zu halten. Bis auf Sirius. Ich habe gehört, der Sprechende Hut soll sich gewunden haben, als er ihn aufsetzte. Nun ja, talentiert war er schon immer. Beachtlich in dem Alter einen so mächtigen Gegenstand zu beherrschen. Rebellisch, aber talentiert. Was für eine Verschwendung." Sie seufzt erneut.
Sirius war während seiner Schulzeit in einer Gang, der neben einem Werwolf und einem Animagi auch der Vater des gesuchten Jungen angehörte. "Aber ich schweife ab. Ihre Leser interessieren sich bestimmt nicht für dunkle, alte Familientragödien." Das traurige kleine Lächeln kämpft gegen den Schatten auf dem ausdrucksstarken Gesicht. "Als er aus Azkaban ausbrach hätten wir eingreifen sollen. Der unerwünschte Junge stammt immerhin ebenfalls aus einer guten Familie. Missgeleitet, ja. Aber gute Erbanlagen. Hätten wir uns mehr um ihn gekümmert, wer weiß, vielleicht hätte er Großes vollbringen können. Ich denke da an meinen Naffen Draco und seine sympathischen Gefolgsleute."
Familie ist für Bellatrix nicht nur ein Schlagwort. Nein, der Zusammenhalt der reinblütigen Familie ist ein Wert, der ihr wirklich am Herzen liegt. So hegt sie selbst für den Unwillkommenen fast schon mütterliche Gefühle. Anders ist ihre Nachsicht mit ihm auch kaum zu erklären...
"Allerdings stand unsere erste Begegnung unter keinem guten Stern. Der dunkle Lord hatte mich und ein paar seiner treuen Gefolgsleute gebeten, ihm die Prophezeiung aus dem Ministerium zu holen. Der Junge und ein paar seiner Freunde waren auch dort. Es war wohl so eine Art Mutprobe für sie ... ins Ministerium einbrechen und sich einmal diese berühmte Weissagung anhören." Sie schüttelt tadelnd den Kopf. "Wir haben noch versucht sie zur Vernunft zu bringen. Es war ja noch nichts passiert. Ein dummer Jungenstreich. Ich bin mir sicher Fudge hätte Gnade vor Recht walten lassen. Bis, ja bis mein Cousin auftauchte."
Jeder von uns erinnert sich noch an die Berichte. Der größte Teil des Zaubereiministeriums musste anschließend renoviert werden und einer Reihe von Deliquenten wurden nach Azkaban geschickt. Man munkelte bereits damals, ob es die Richtigen getroffen hatte.
"Ich habe noch versucht zu retten, was zu retten war, aber Sirius sah wohl seine Zeit gekommen. Ich habe natürlich alles getan, um ihn außer Gefecht zu setzten. Aber es war ein Kampf. Als Sirius fiel schien das letzte bißchen Vernunft seinen Patensohn zu verlassen. Er schrie mir einen Cruciatus Fluch entgegen, der törichte Junge. Dumbledore hat anscheinend den Lehrplan von Hogwarts ein wenig erweitert. Aber da fehlte noch die Leidenschaft. Ich merkte sofort, der Junge hat Potential." Sie schaudert leicht und nippt an ihrem Glas. "Sein Fluch löste in mir nur ein Prickeln aus. Ein Gefühl, als ob Eisnadeln in deine Haut stechen. Ein oberflächlicher Schmerz. Wie konnte er nur denken, mich damit aufhalten zu können." Sie lacht leise auf. Ihre Wangen haben sich vor Leidenschaft gerötet. Ihr Atem geht schneller. Diese Nacht steht ihr noch lebhaft vor Augen. "Ich habe ihm natürlich ein paar Tipps gegeben. Auch wenn es töricht ist, ich sehe mich gerne als eine Vermittlerin der dunklen Künste. Anscheinend hat er ja auch daraus gelernt. Dumbledore starb an einem perfekt ausgeführten Avada Kedavra Fluch." Belustigte Bewunderung liegt auf ihrem Gesicht. Sie mag es anscheinend, positiv überrascht zu werden.
"Ich war mir schon immer sicher, dass Harrylein sich, sobald er von Sirius Einflüsterungen frei ist für die richtige Seite entscheidet. Als Kind musste er wohl eine gewisse Loyalität für seinen letzten Verwandten empfinden - nein, diese Muggle zähle ich nicht als Verwandte."
Bis zu seiner Volljährigkeit musste Plotter seine Ferien bei Mugglen verbringen. Berichten zufolge verließ er Hogwarts stets zutiefst frustriert. Der arme Junge verzweifelte an der Enge, den unsinnigen Regeln und der Kleingeistigkeit der Mugglewelt. Jedes Schuljahr dauerte es länger, um die mugglischen Charakterzüge, die sie ihm während der zauberfreien Zeit aufzwangen, tief in sich zu vergraben. Diverse Verstöße gegen das Verbot der Zauberei von Minderjährigen sprechen eine deutliche Sprache.
"Bereits hier hätten wir auf ihn aufmerksam werden sollen. Der schlechte Einfluss von Sirius und Dumbledore über das Schuljahr war natürlich verherend. Sie erzählten ihm etwas von Liebe und Freundschaft und zwangen ihn dennoch stets in dieses Schlammloch zurückzukriechen. Das nenne ich Heuchelei. Immerhin versuchte er bereits mit elf Jahren seinen Mugglecousin umzubringen, indem er ihn in einen Schlangenkäfig stürzte. Der Kleine rang des Öfteren mit seiner dunklen Seite. Ich bin froh, dass sie schlussendlich gewonnen hat. Als wir uns kürzlich auf dem Anwesen meines Schwagers Lucius trafen war er mir sehr behilflich..."
Wunderschön sind die Räume in Malfoy Manner, die die drei jungen Leute bei ihrer kurzen Stippvisite bewohnt haben. Schlichter aber komfortabler Luxus von dem ein Schüler sonst nur träumen kann. "Eigentlich wollen sie hier auf den dunklen Lord warten, dann mussten sie jedoch schnell fort ... eine Familienangelegenheit. Ich bin mir sicher, wir werden das Treffen aber in Kürze nachholen."
Trotz größter Anstrengungen meinerseits will Bellatrix Lestrange diese Geschichte für sich behalten. Auch eine Frau kann Geheimnisse bewahren. Besonders, wenn es nicht die ihren sind. Allerdings, so deutet sie schelmisch an, wird wohl ihr Fastneffe demnächst alle Kontakte zu seinen Schlammblut- und Blutverräterbekannten abbrechen. "Sie haben ihren Zweck erfüllt. Der dunkle Lord wird entzückt sein, ihn willkommen zu heißen."
Viele Jahre hat die Zaubererwelt den Atem angehalten wenn das Bild eines Jungen mit Narbe das Titelblatt des Tagespropheten zierte. Nun kann sie aufatmen. Bellatrix Lestrange wird sich um ihn kümmern.
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derwahnsinnhateinennamen - 31. Jul, 05:16

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