Rätsel Nummero 175
Mein Dad ist Psychologe, alles klar? Er versteht alles, weiß alles, sieht alles … oder jedenfalls denkt er das. Kein Satz, den er nicht analysiert. Aber nicht so, dass es dir hilft! Nein, dafür müsste ich wohl ein paar hundert Dollar die Stunde raus rücken. Viel lieber quittiert er alles, was ich sage mit einer ironischen Bemerkung. Anschließend bin ich sicher, dass ich das größte Arschloch der Welt bin, und er hat mal wieder gewonnen. Keine Kunst, wenn dir niemand erzählt, wenn ein Spiel beginnt und die Regeln sich mit jeder Sekunde ändern. Das ist nicht dein Problem? Tja, willkommen in meinem Leben.
Wahrscheinlich werde ich irgendwann einen anderen Seelenklempner dafür bezahlen, die Fehler auszubügeln, die mein Dad mit mir gemacht hat. Zum Beispiel streiten wir nicht. Nein, wenn ihm etwas nicht passt sagt er das nie direkt. Zum Beispiel heute: Ich bin in seinem geheiligten Kämmerlein eingeschlafen. Immerhin ist es der einzige verdammte Ort in diesem Haus, wo ich meine Ruhe habe, solange er Patienten hat. Und die gute Deirdre hat er darein bisher noch nicht mitgenommen. Bisher bestand wohl doch noch eine Schwelle zwischen den beiden. Wäre es eigentlich noch ein Masturbatorium, wenn er und sie dort ficken würden? Obwohl ihr Sohn ja dabei war. So krank ist noch nicht mal mein Vater. Es sei denn, es wäre ein Experiment.
Jedenfalls hat er mich erwischt. Statt mich vor allen zur Sau zu machen, wie er eigentlich wollte, überlies er die Blöße lieber jemanden anderes. Er fragte also Deirdre, ob sie meine Fehler erkennen würde: Privatsphäre im väterlichen Raum verletzt, Decke mit verklebten Fransen falschen Zweck entzogen und sträflich zum Zudecken bei unschuldigem Mittagsschlaf missbraucht. Sie sagte, gut dressiert, „ja also, ich weiß nicht!“ Großer Fehler. Nun ging es erst richtig los. Sie solle ihre Gefühle schildern. Das ist der erste Satz, im Klempnerhandbuch „Wie fühlen Sie sich!“ dreimal unterstrichen und mit ein paar Ausrufezeichen.
Mit ein paar Hilfestellungen verstand dann selbst Deirdre mein Verbrechen – auch wenn sie es wohl als minderschwer einstufte. Jetzt hätte ich gnädig sein sollen und den Lernerfolg mit der väterlichen Allmacht kombinieren sollen – danke und tschüss. Aber auch Psychologen haben ein Recht auf Abschaumtöchter samt ihrer Widerworte. Das stellt sie auf eine Stufe mit ihren Patienten. Das zeigt, dass sie auch nur Menschen sind. Er hätte also eigentlich dankbar sein können. So aber wurde ich langsam genauso scheißwütend wie er „das geht dich nichts an, Deirdre!“ Ich fand mich eigentlich ganz schön höflich, wenn man die Situation bedenkt. Was zur Hölle hatten sie und ihre Brut schließlich im XXXtempel meines Vaters zu suchen?
Deidre wurde das ganze augenscheinlich zu ungemütlich. Selbst der stellvertretende Zorn war zuviel an Emotionen. Dads halbherziges „Wollen Sie zulassen, dass meine Tochter sie fertig macht? Wollen Sie ihr Fußabtreter sein?“ konnte sie nicht mehr auf die Spur bringen. Vielleicht war aber auch ihr Bankkonto leer. Soviel Zorn ist anstrengend. Immerhin hatte sie schon eine Scheidung hinter sich.
Jetzt war es auf jeden Fall eine therapeutische Frage zwischen Psychologe und Patientin, ich sollte mich raus halten, weil sie der Meinung war, der Streit zwischen Vater und Tochter ginge nur die beiden was an. Das Widersprach doch dem Allmachtgedanken. Ihr Sohn sagte das einzig wahre: „Ihr seid doch alle verrückt.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Um welchen Roman handelt es sich hier? Wer ist unsere Erzählerin?
Wahrscheinlich werde ich irgendwann einen anderen Seelenklempner dafür bezahlen, die Fehler auszubügeln, die mein Dad mit mir gemacht hat. Zum Beispiel streiten wir nicht. Nein, wenn ihm etwas nicht passt sagt er das nie direkt. Zum Beispiel heute: Ich bin in seinem geheiligten Kämmerlein eingeschlafen. Immerhin ist es der einzige verdammte Ort in diesem Haus, wo ich meine Ruhe habe, solange er Patienten hat. Und die gute Deirdre hat er darein bisher noch nicht mitgenommen. Bisher bestand wohl doch noch eine Schwelle zwischen den beiden. Wäre es eigentlich noch ein Masturbatorium, wenn er und sie dort ficken würden? Obwohl ihr Sohn ja dabei war. So krank ist noch nicht mal mein Vater. Es sei denn, es wäre ein Experiment.
Jedenfalls hat er mich erwischt. Statt mich vor allen zur Sau zu machen, wie er eigentlich wollte, überlies er die Blöße lieber jemanden anderes. Er fragte also Deirdre, ob sie meine Fehler erkennen würde: Privatsphäre im väterlichen Raum verletzt, Decke mit verklebten Fransen falschen Zweck entzogen und sträflich zum Zudecken bei unschuldigem Mittagsschlaf missbraucht. Sie sagte, gut dressiert, „ja also, ich weiß nicht!“ Großer Fehler. Nun ging es erst richtig los. Sie solle ihre Gefühle schildern. Das ist der erste Satz, im Klempnerhandbuch „Wie fühlen Sie sich!“ dreimal unterstrichen und mit ein paar Ausrufezeichen.
Mit ein paar Hilfestellungen verstand dann selbst Deirdre mein Verbrechen – auch wenn sie es wohl als minderschwer einstufte. Jetzt hätte ich gnädig sein sollen und den Lernerfolg mit der väterlichen Allmacht kombinieren sollen – danke und tschüss. Aber auch Psychologen haben ein Recht auf Abschaumtöchter samt ihrer Widerworte. Das stellt sie auf eine Stufe mit ihren Patienten. Das zeigt, dass sie auch nur Menschen sind. Er hätte also eigentlich dankbar sein können. So aber wurde ich langsam genauso scheißwütend wie er „das geht dich nichts an, Deirdre!“ Ich fand mich eigentlich ganz schön höflich, wenn man die Situation bedenkt. Was zur Hölle hatten sie und ihre Brut schließlich im XXXtempel meines Vaters zu suchen?
Deidre wurde das ganze augenscheinlich zu ungemütlich. Selbst der stellvertretende Zorn war zuviel an Emotionen. Dads halbherziges „Wollen Sie zulassen, dass meine Tochter sie fertig macht? Wollen Sie ihr Fußabtreter sein?“ konnte sie nicht mehr auf die Spur bringen. Vielleicht war aber auch ihr Bankkonto leer. Soviel Zorn ist anstrengend. Immerhin hatte sie schon eine Scheidung hinter sich.
Jetzt war es auf jeden Fall eine therapeutische Frage zwischen Psychologe und Patientin, ich sollte mich raus halten, weil sie der Meinung war, der Streit zwischen Vater und Tochter ginge nur die beiden was an. Das Widersprach doch dem Allmachtgedanken. Ihr Sohn sagte das einzig wahre: „Ihr seid doch alle verrückt.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Um welchen Roman handelt es sich hier? Wer ist unsere Erzählerin?
derwahnsinnhateinennamen - 23. Sep, 00:06
