M'Era Luna 2008 - Der Sonntag
Am Sonntag starteten wir recht spät ins Festival Programm.
Das Wichtigste in Schlagzeilen
Positivste Neuentdeckung: Painbastard
Größte Enttäuschung Apoptygma Berzerk
"Life is live" Award (Beste Performance) New Model Army
"I'm so bad baby" - Award Blitzkid
War der Samstag ein Alternative Tag gehörte der Sonntag dem Horror Punk und dem Aggrotech.
Painbastard habe ich mir eigentlich nur auf Empfehlung einer Freundin angesehen. Ein Mann tobt zu Industrialklängen über die Bühne und schreit seine Botschaften mit verzerrter Stimme ins Publikum - und es macht richtig Spaß. Der Hangar war trotz früher Stunde gut gefüllt.

Blitzkid ist nicht unbedingt typisch für das Genre Horrorpunk. Die Band spielt nicht besonders hartenund leider ziemlich durchschnittlichen Punk, ist aber wenigstens gruselig geschminkt. Der Sänger TB Monstrosity diente sich dermaßen dem Publikum an, dass es schon fast peinlich war. Ansonsten war die Show wie die Musik - nett, aber nicht unbekannt. Ein zertrümmerter E-Bass ist eine recht lahme Provokation (vor Allem, wenn man ihn vorher offenkundig austauscht) und das Lachen von Argyle Goolsby zum Schluss hätte nach einer anderen Show vielleicht auch gruseliger gewirkt - der Joker lässt grüßen. Alles in allem ist Blitzkid halt doch eher die lustige Variation. Naja, den Bad-Award bekommen sie trotzdem, da ich The Other leider verpasst habe.
Credits: Harmony512
Lacrimas Profundere kamen mit einem neuen Album im Gepäck. Gewohnt düster und spielfreudig machten sie einen sehr guten Eindruck. Ich habe allerdings nicht viel mitbekommen, da ich früh in den völlig überfüllten Hangar musste, um mir einen Platz für Eisbrecher zu sichern.
Credits: Kerl72bln
Nach zwanzig Minuten Stillstand hatte ich es endlich geschafft - Eisbrecher ließen den völlig überfüllten Hangar toben. Die Band nimmt sich selbst erfrischend wenig ernst. Einzeln würde ich sie mir zwar nicht ansehen - dazu ist die musikalische Nähe zu Rammstein etwas zu deutlich - aber auf einem Festival gerne immer wieder.
Credits: hiegadeil
Keine Ahnung warum ich es immer wieder versuche ... vielleicht ist es die Begeisterung, mit der mir meine Freunde immer wieder erzählen, dass Apoptygma Berzerk eigentlich total klasse sind. Ja gut, die letzten Nummern waren schon sehr Mainstreamwurde ja auch mit dem Bravo Hits Sampler belohnt, ja, Shine On war eine Katastrophe (das großartige Original der House of Love findet ihr HIER) ... aber irgendwann haben die mal richtig gute Musik gemacht. Und live spielen sie auch nur alte Sachen. EHRLICH!
Nach einer Stunde einfallslosem, schlecht gesungenem Pop wurde mir zugestanden, sie hätten nun doch nicht die guten alten Sachen gespielt... Mir ist absolut schleierhaft woher Apoptygma Bezerk ihren guten Ruf haben. Als Live-Band können sie ihn nicht erworben haben.

New Model Army waren - meiner bescheidenen Meinung nach - die heimlichen Headliner des Sonntags. Ich hatte ganz vergessen, wie unglaublich gut die Mannen um Justin Sullivan sind. Wow. Kaum ein Zuschauer, der nicht alle Songs (inklusive die von High) mitsingen konnte. Es war außerdem das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass sich Männer auf die Schultern ihrer Kumpel stellen, um zu tanzen. Trotz kaputter Füße hätten sie ewig weiterspielen können. Wahnsinn.
Fields Of The Nephilim haben wir uns anschließend geschenkt.
Fazit
Das M'Era Luna 2008 war wesentlich bunter, als das der letzten Jahre. Neben verschiedener Spielarten von Goth, Electro, IBM und NDH waren diesmal mit Punk und Alternative auch andere Genres vertreten. Das Publikum war wesentlich älter, als in den letzten Jahren. Das lag vor Allem daran, dass die Headliner (Paradise Lost, VNV Nation, Front 242, New Model Army, Fields Of The Nephilim und DAF) alle bereits sehr lange existieren. Es fehlten die Bands für die Nachwuchs Emos, die letztes Jahr mit Jesus On Extasy und Dir En Grey noch recht zahlreich vertreten waren.
Das Line-up machte sich auch in den Outfits bemerkbar. Dieses Jahr waren verhältnismäßig wenige herausragend gestylte Menschen zu sehen. Es gab auch keinen optischen Trend. Auch die verschiedenen Stände boten kaum etwas neues. Durch Front 242 waren allerdings verhältnismäßig viele Uniformteile zu bestaunen.
Diesmal wurden auf offizielle Ansagen der Bands verzichtet. Wo wir uns doch schon so auf das Rabenschwarze Hallo von Medusa gefreut hatten ;-) Das hatte nur den Nachteil, dass kaum eine Band freiwillig ihren Namen preisgab.Ein Supergau für jeden Manager. Die Statements auf der Bühne fielen - trotz Russland - Georgien Konflikt - sowieso überraschend kurz und sehr unpolitische aus.
Dieses Jahr haperte es ein wenig an der Organisation, so hätten einige Bands, wie Agonize oder Eisbrecher besser auf die große Bühne gepasst. Der Wechsel zwischen den Fangruppen im Hangar klappte nicht besonders, so dass es wiederholt zu langen Staus kam. Auch der Ton hatte auf der großen Bühne Probleme. Normalerweise kennt man das nur aus dem Hangar.
Alles in Allem war es - trotz kleiner technischer Pannen - ein sehr gutes, abwechslungsreiches Festival.
Das Wichtigste in Schlagzeilen
Positivste Neuentdeckung: Painbastard
Größte Enttäuschung Apoptygma Berzerk
"Life is live" Award (Beste Performance) New Model Army
"I'm so bad baby" - Award Blitzkid
War der Samstag ein Alternative Tag gehörte der Sonntag dem Horror Punk und dem Aggrotech.
Painbastard habe ich mir eigentlich nur auf Empfehlung einer Freundin angesehen. Ein Mann tobt zu Industrialklängen über die Bühne und schreit seine Botschaften mit verzerrter Stimme ins Publikum - und es macht richtig Spaß. Der Hangar war trotz früher Stunde gut gefüllt.

Blitzkid ist nicht unbedingt typisch für das Genre Horrorpunk. Die Band spielt nicht besonders harten
Credits: Harmony512
Lacrimas Profundere kamen mit einem neuen Album im Gepäck. Gewohnt düster und spielfreudig machten sie einen sehr guten Eindruck. Ich habe allerdings nicht viel mitbekommen, da ich früh in den völlig überfüllten Hangar musste, um mir einen Platz für Eisbrecher zu sichern.
Credits: Kerl72bln
Nach zwanzig Minuten Stillstand hatte ich es endlich geschafft - Eisbrecher ließen den völlig überfüllten Hangar toben. Die Band nimmt sich selbst erfrischend wenig ernst. Einzeln würde ich sie mir zwar nicht ansehen - dazu ist die musikalische Nähe zu Rammstein etwas zu deutlich - aber auf einem Festival gerne immer wieder.
Credits: hiegadeil
Keine Ahnung warum ich es immer wieder versuche ... vielleicht ist es die Begeisterung, mit der mir meine Freunde immer wieder erzählen, dass Apoptygma Berzerk eigentlich total klasse sind. Ja gut, die letzten Nummern waren schon sehr Mainstream
Nach einer Stunde einfallslosem, schlecht gesungenem Pop wurde mir zugestanden, sie hätten nun doch nicht die guten alten Sachen gespielt... Mir ist absolut schleierhaft woher Apoptygma Bezerk ihren guten Ruf haben. Als Live-Band können sie ihn nicht erworben haben.

New Model Army waren - meiner bescheidenen Meinung nach - die heimlichen Headliner des Sonntags. Ich hatte ganz vergessen, wie unglaublich gut die Mannen um Justin Sullivan sind. Wow. Kaum ein Zuschauer, der nicht alle Songs (inklusive die von High) mitsingen konnte. Es war außerdem das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass sich Männer auf die Schultern ihrer Kumpel stellen, um zu tanzen. Trotz kaputter Füße hätten sie ewig weiterspielen können. Wahnsinn.
Fields Of The Nephilim haben wir uns anschließend geschenkt.
Fazit
Das M'Era Luna 2008 war wesentlich bunter, als das der letzten Jahre. Neben verschiedener Spielarten von Goth, Electro, IBM und NDH waren diesmal mit Punk und Alternative auch andere Genres vertreten. Das Publikum war wesentlich älter, als in den letzten Jahren. Das lag vor Allem daran, dass die Headliner (Paradise Lost, VNV Nation, Front 242, New Model Army, Fields Of The Nephilim und DAF) alle bereits sehr lange existieren. Es fehlten die Bands für die Nachwuchs Emos, die letztes Jahr mit Jesus On Extasy und Dir En Grey noch recht zahlreich vertreten waren.
Das Line-up machte sich auch in den Outfits bemerkbar. Dieses Jahr waren verhältnismäßig wenige herausragend gestylte Menschen zu sehen. Es gab auch keinen optischen Trend. Auch die verschiedenen Stände boten kaum etwas neues. Durch Front 242 waren allerdings verhältnismäßig viele Uniformteile zu bestaunen.
Diesmal wurden auf offizielle Ansagen der Bands verzichtet. Wo wir uns doch schon so auf das Rabenschwarze Hallo von Medusa gefreut hatten ;-) Das hatte nur den Nachteil, dass kaum eine Band freiwillig ihren Namen preisgab.
Dieses Jahr haperte es ein wenig an der Organisation, so hätten einige Bands, wie Agonize oder Eisbrecher besser auf die große Bühne gepasst. Der Wechsel zwischen den Fangruppen im Hangar klappte nicht besonders, so dass es wiederholt zu langen Staus kam. Auch der Ton hatte auf der großen Bühne Probleme. Normalerweise kennt man das nur aus dem Hangar.
Alles in Allem war es - trotz kleiner technischer Pannen - ein sehr gutes, abwechslungsreiches Festival.
derwahnsinnhateinennamen - 16. Aug, 00:01
