You Cross My Path
Nachdem schon Prince und Radiohead alternative Vertriebswege nutzten gehen The Charlatans noch radikalere Wege. Ihre neue CD You Cross My Path kann man kostenlos bei der schottischen Radiostation SFM herunterladen (danke an Coast Is Clear für den Hinweis).
Ab dem 19. Mai werden wir das gute Stück auch in den Händen halten können: dann nämlich verkauft die Band das Album als CD und auf Vinyl.

Oh! Vanity
Die zweite Single wird von einem sehr schönen Bassriff dominiert, dass Gitarre und Orgel zusammenhält. Klingt ein bißchen nach 60s, aber das liegt hauptsächlich an der Orgel. Spätestens, wenn der Gesang einsetzt, weiß man, dass hier nur Engländer am Werk sein können. Britpop pur.
Credits: thecharlatansnet
Bad Days
Toller Song. Ein treibendes Schlagzeug und ein Bass, der erneut die Führung übernimmt. Die Gitarre ist ein wenig psychedelisch, nimmt leider ein wenig die Spannung des Anfangs heraus und lässt den Song ins melancholische kippen. Der zweite Teil erinnert stark an The Cure, was ja nicht das Schlechteste ist.
Mis-takes
klasse Text, klasse Gitarren, leider furchtbarer Refrain
The Misbegotten
Ein Ausflug in elektronische Welten. Der Orgel und dem Bass werden spacige 90s Synthesizer untergemischt. Die Basssequenz erinnert ans Mission Impossible Theme. Leider halten die Charlatans die Mischung nicht durch und vertonen die Strophen gewohnt, schade, so ist es ein witziger Song. Er hätte das Potential für mehr gehabt.
A Day For Letting Go
sehr schöner Popsong und echter Ohrwurm, sollte eine Single werden.
You Cross My Path
Erste Single. Ebenfalls ein sehr schöner Gitarrenpopsong. Ein wenig glatt, aber sowas stört wohl nur mich ;-)
Credits: charlietann
Missing Beats (Of A Generation)
Perfekt. Leichte Funkgitarren, Orgel und Bass im Duett, leichte Keyboardsounds (die leider mal wieder später untergehen) und ein treibender Beat.
My Name Is Despair
Toll. Ziemlich abgespacet. Erinnert mich ein wenig an eine indisches Album der Shiny Gnomes.
Bird / Reprise
schöner Song, besonders der instrumentale Teil
This Is The End
Guter Abschluss, da der Song nochmal die Stärken der Charlatans zusammenfasst: Ein tanzbarer Popsong zum Mitsingen. Macht live bestimmt viel Spaß.
You Cross My Path ist ein schönes, entspanntes und doch emotionales Gitarrenpop Album voller Melodien und tanzbaren Rhythmen geworden. Die Charlatans sind eine Reihe von gelungener - meist elektronischer - Experimente eingegangen, die meiner Meinung allerdings fast immer nicht konsequent zu Ende gedacht wurden. Ein Schuss mehr Überraschung wäre schön gewesen. Fast alle Songs beginnen sehr vielversprechend um dann ein wenig abzuflachen. Das liegt auch am sehr voraussagbaren Gesang. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, dass ich dachte, wenn jetzt Brian Molko am Mikro stünde oder meinetwegen sogar Robert Smith wäre der Song perfekt. Tim Burgess sing zwar nie schlecht, jedoch immer sehr ähnlich. Gerade bei den Refrains wünscht man sich eine andere Variante, als die etwas einfallslose wir sorgen dafür, dass den auch jeder Fan mit grölen kann Version.
Auch wenn es vielleicht so klingt, mir hat das Album durchaus großen Spaß gemacht. Allerdings hätte man aus einer ganzen Reihe von Songs mehr machen können. Vielleicht wäre die Band mit einem anderen Produzenten als James Spencer besser gefahren. Immer, wenn die Charlatans die Britpopfade verlassen (die sie natürlich exzellent beherrschen, keine Frage), wird das Album richtig interessant. Diesen Experimenten wird jedoch meistens nur die ersten 30 Sekunden eines Songs zugestanden. Dann erschlagen Orgel und Gitarre die Wildwüchse in gewohnte Bahnen. Durchaus wohlgefällig anzuhören, aber der Hörer sehnt sich nach den Elektroklängen oder Bassriffs zurück, die die Charlatans ins neue Jahrtausend gezogen hätten.
Für alle, die Britpop oder 60 Pop oder the Cure mögen eine klare Empfehlung.
Tracklist
Oh! Vanity
Bad Days
Mis-takes
The Misbegotten
A Day For Letting Go
You Cross My Path
Missing Beats (Of A Generation)
My Name Is Despair
Bird / Reprise
This Is The End
The Charlatans
You Cross My Path
37 min.
10 Songs
Release: online s.u.
Hardcopy: 19.05.2008
Cooking Vinyl
Download bei XFM
Ab dem 19. Mai werden wir das gute Stück auch in den Händen halten können: dann nämlich verkauft die Band das Album als CD und auf Vinyl.

Oh! Vanity
Die zweite Single wird von einem sehr schönen Bassriff dominiert, dass Gitarre und Orgel zusammenhält. Klingt ein bißchen nach 60s, aber das liegt hauptsächlich an der Orgel. Spätestens, wenn der Gesang einsetzt, weiß man, dass hier nur Engländer am Werk sein können. Britpop pur.
Credits: thecharlatansnet
Bad Days
Toller Song. Ein treibendes Schlagzeug und ein Bass, der erneut die Führung übernimmt. Die Gitarre ist ein wenig psychedelisch, nimmt leider ein wenig die Spannung des Anfangs heraus und lässt den Song ins melancholische kippen. Der zweite Teil erinnert stark an The Cure, was ja nicht das Schlechteste ist.
Mis-takes
klasse Text, klasse Gitarren, leider furchtbarer Refrain
The Misbegotten
Ein Ausflug in elektronische Welten. Der Orgel und dem Bass werden spacige 90s Synthesizer untergemischt. Die Basssequenz erinnert ans Mission Impossible Theme. Leider halten die Charlatans die Mischung nicht durch und vertonen die Strophen gewohnt, schade, so ist es ein witziger Song. Er hätte das Potential für mehr gehabt.
A Day For Letting Go
sehr schöner Popsong und echter Ohrwurm, sollte eine Single werden.
You Cross My Path
Erste Single. Ebenfalls ein sehr schöner Gitarrenpopsong. Ein wenig glatt, aber sowas stört wohl nur mich ;-)
Credits: charlietann
Missing Beats (Of A Generation)
Perfekt. Leichte Funkgitarren, Orgel und Bass im Duett, leichte Keyboardsounds (die leider mal wieder später untergehen) und ein treibender Beat.
My Name Is Despair
Toll. Ziemlich abgespacet. Erinnert mich ein wenig an eine indisches Album der Shiny Gnomes.
Bird / Reprise
schöner Song, besonders der instrumentale Teil
This Is The End
Guter Abschluss, da der Song nochmal die Stärken der Charlatans zusammenfasst: Ein tanzbarer Popsong zum Mitsingen. Macht live bestimmt viel Spaß.
You Cross My Path ist ein schönes, entspanntes und doch emotionales Gitarrenpop Album voller Melodien und tanzbaren Rhythmen geworden. Die Charlatans sind eine Reihe von gelungener - meist elektronischer - Experimente eingegangen, die meiner Meinung allerdings fast immer nicht konsequent zu Ende gedacht wurden. Ein Schuss mehr Überraschung wäre schön gewesen. Fast alle Songs beginnen sehr vielversprechend um dann ein wenig abzuflachen. Das liegt auch am sehr voraussagbaren Gesang. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, dass ich dachte, wenn jetzt Brian Molko am Mikro stünde oder meinetwegen sogar Robert Smith wäre der Song perfekt. Tim Burgess sing zwar nie schlecht, jedoch immer sehr ähnlich. Gerade bei den Refrains wünscht man sich eine andere Variante, als die etwas einfallslose wir sorgen dafür, dass den auch jeder Fan mit grölen kann Version.
Auch wenn es vielleicht so klingt, mir hat das Album durchaus großen Spaß gemacht. Allerdings hätte man aus einer ganzen Reihe von Songs mehr machen können. Vielleicht wäre die Band mit einem anderen Produzenten als James Spencer besser gefahren. Immer, wenn die Charlatans die Britpopfade verlassen (die sie natürlich exzellent beherrschen, keine Frage), wird das Album richtig interessant. Diesen Experimenten wird jedoch meistens nur die ersten 30 Sekunden eines Songs zugestanden. Dann erschlagen Orgel und Gitarre die Wildwüchse in gewohnte Bahnen. Durchaus wohlgefällig anzuhören, aber der Hörer sehnt sich nach den Elektroklängen oder Bassriffs zurück, die die Charlatans ins neue Jahrtausend gezogen hätten.
Für alle, die Britpop oder 60 Pop oder the Cure mögen eine klare Empfehlung.
Tracklist
Oh! Vanity
Bad Days
Mis-takes
The Misbegotten
A Day For Letting Go
You Cross My Path
Missing Beats (Of A Generation)
My Name Is Despair
Bird / Reprise
This Is The End
The Charlatans
You Cross My Path
37 min.
10 Songs
Release: online s.u.
Hardcopy: 19.05.2008
Cooking Vinyl
Download bei XFM
derwahnsinnhateinennamen - 6. Mrz, 00:22
